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Bettnässen (Enuresis)Medikamentöse BehandlungStand: 31. Januar 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei vielen Betroffenen kann auch eine Behandlung mit Medikamenten helfen. Eine medikamentöse Therapie ist beispielsweis in folgenden Fällen empfehlenswert:
Der vorwiegend eingesetzte Wirkstoff Desmopressin ähnelt dem körpereigenen antidiuretischen Hormon Vasopressin. Er wirkt auf den Wasserhaushalt des Körpers ein und reduziert die Blasenfüllung. Das Medikament in Tablettenform erhältlich. Es hat wenige Nebenwirkungen und wird bei korrekter Anwendung gut vertragen. Mit 70 Prozent zeigt die medikamentöse Therapie zunächst hohe Erfolgsquoten. Zeigt die Therapie bei einem Kind Erfolg, sollte nach etwa zwölf Wochen ein Absetzversuch der Medikamente durchgeführt werden. Um Rückfälle hierbei zu verringern, sollte das Medikament nicht abrupt abgesetzt, sondern die Dosis langsam verringert werden. Wenn die Ursache des Bettnässens in einer zu kleinen Blasenkapazität liegt, können sogenannte Anticholinergika, wie beispielsweise Oxybutynin oder Propiverin, eingesetzt werden, um die Kapazität zu erhöhen. Stationäre BehandlungEine stationäre Behandlung des Bettnässens kann notwendig sein, wenn die andere Therapiemethoden im familiären Rahmen nicht durchgeführt können, starker Leidensdruck das Kind belastet oder eine ausgeprägte psychische Begleitproblematik besteht. Weiterlesen: Bettnässen (Enuresis): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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