Bettnässen (Enuresis): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Eine Enuresis (Bettnässen) kann auch ohne Therapie mit der Zeit verschwinden: Die Zahl der Bettnässer nimmt nach dem fünften Lebensjahr jährlich von selbst um 15 Prozent ab. Allerdings verursacht das unbeabsichtigte Einnässen bei den Betroffenen einen hohen Leidensdruck, wodurch sich Verhaltensprobleme ergeben können.

Wenn Ihr Kind nach dem fünften Lebensjahr noch regelmäßig einnässt, gilt daher die Empfehlung:
Warten Sie nicht einfach ab, bis sich das Bettnässen von selbst zurückbildet, sondern lassen Sie die Ursache von einem Arzt abklären!
Welche Behandlung dann erfolgt, hängt von der Art der Störung ab.

Beratung

Die Enuresis-Therapie beginnt meistens mit einer Beratung der Familie und des Kindes: Ihr Zweck besteht vor allem darin, über das Bettnässen zu informieren, um die Familie zu beruhigen und zu entlasten. Thema der Beratung kann auch sein, welche seelischen Belastungen mit dem Einnässen einhergehen können. Um das Bettnässen in den Griff zu bekommen, ist vor allem eins wichtig: eine entspannte Situation zu schaffen. Hierzu sind folgende Ratschläge hilfreich:

  • Verzichten Sie unbedingt auf unsinnige Behandlungsversuche – dazu gehören: strafen oder drohen, dem Kind gut zureden, die Flüssigkeitszufuhr am Abend einschränken, das Kind in der Nacht wecken und auf die Toilette setzen.
  • Sorgen Sie beim Frühstück für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, besprechen Sie die abendlichen Gewohnheiten des Kindes.
  • Führen Sie mit Ihrem Kind einen "Sonne-und-Wolken-Kalender", bei dem Sie die trockenen Nächte mit einer Sonne markieren. Dies macht es leicht, Fortschritte zu erkennen und mit Lob zu verstärken.
  • Kaufen Sie einen Beinschutz, eine waschbare Bettdecke usw., um sich zu entlasten.

Bei etwa jedem sechsten Kind sind diese Maßnahmen bereits ausreichend, um die Enuresis erfolgreich zu behandeln.


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