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Bettnässen (Enuresis)

Bettnässen (Enuresis): Therapie

Stand: 31. Januar 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Bettnässen orientiert sich die Therapie an der Art der Enuresis. Aufgrund des hohen Leidensdrucks der Störung und der möglichen darauf folgenden Verhaltensprobleme sollte nicht abgewartet werden, bis das Einnässen sich spontan zurückbildet.

Beratung

Im häufigsten Fall besteht der erste Schritt der Behandlung des Bettnässens in einer Beratung der Familie und des Kinds. Dabei zählen vor allem Beruhigung und Entlastung, indem Wissen über die Natur des Leidens vermittelt wird. Eventuell werden hier auch psychosoziale Belastungsfaktoren behutsam angesprochen. Hilfreiche Ratschläge zur Therapie des Bettnässens sind:

  • Unsinnige Behandlungsversuche sollten unterlassen werden, wie beispielsweise Strafen oder Drohungen, dem Kind gut zureden, Flüssigkeitseinschränkung am Abend, das Kind in der Nacht wecken und auf die Toilette setzen.
  • Frühstück mit ausreichend Flüssigkeit, Besprechung der abendlichen Gewohnheiten des Kinds
  • Empfehlung, einen "Sonne-und-Wolken-Kalender" zu führen, bei dem die trockenen Nächte mit einer Sonne markiert werden. Fortschritte können darin gut erkannt und mit Lob verstärkt werden.
  • Um die Familie zu entlasten, sollten ein Beinschutz, eine waschbare Bettdecke usw. gekauft werden.

Bei etwa jedem sechsten Kind sind diese Maßnahmen bereits ausreichend, um das Bettnässen zu beheben.

Weiterlesen: Bettnässen (Enuresis): Therapie – Apparative Verhaltenstherapie

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