Bettnässen (Enuresis): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Die nächtliche Enuresis (bzw. Enuresis nocturna oder Bettnässen) ohne zusätzliche Symptome einer Störung im Bereich der unteren Harnwege heißt auch monosymptomatische Enuresis. Diese Form von Einnässen kann:

  • seit der Geburt ohne Unterbrechung bestehen (sog. primäre Enuresis) oder
  • erneut auftreten, nachdem das Kind mindestens ein halbes Jahr lang trocken war (sog. sekundäre Enuresis).

Am häufigsten tritt nächtliches Bettnässen bei Kindern als primäre Enuresis nocturna auf. Bei dieser Form von Enuresis können folgende Symptome vorkommen:

  • tiefer Schlaf
  • erschwertes Aufwecken bei normalem Schlafverhalten
  • häufiges Einnässen mit großen Urinmengen
  • selten: psychische Begleitsymptome

Wenn ein Kind wieder mit dem Bettnässen beginnt, obwohl es schon über sechs Monate trocken war, kann das Einnässen seelisch bedingt sein. Entsprechend können bei einer sekundären Enuresis nocturna begleitend psychische Symptome auftreten.

Seltener sind neben nächtlichem Bettnässen auch am Tag ein Einnässen (früher Enuresis diurna et nocturna genannt) oder andere Symptome einer gestörten Blasenfunktion zu beobachten: In dem Fall liegt eine nicht-monosymptomatische Enuresis vor. Sehr selten nässen sich Kinder nur tagsüber ein (früher als Enuresis diurna bezeichnet) – auch dann bestehen oft Anzeichen einer Blasenfunktionsstörung. Beide Fälle fasst man häufig als kindliche Harninkontinenz zusammen. Je nach Ursache kann sich die gestörte Blasenfunktion unterschiedlich bemerkbar machen – zum Beispiel durch:

  • häufiges Wasserlassen
  • sogenannte Haltemanöver, wie Aneinanderpressen der Oberschenkel, von einem Bein aufs andere hüpfen, Hockstellung
  • ungewollter Harnabgang bei starkem Harndrang
  • stakkatoartiges Wasserlassen mit unvollständiger Blasenentleerung
  • Inkontinenz bei angespanntem Bauch, wie beim Husten oder Niesen

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