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Bettnässen (Enuresis)

Bettnässen (Enuresis): Diagnose

Stand: 31. Januar 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Bettnässen ist der erste Schritt der Diagnose eine ausführliche Befragung (Anamnese). Wichtige Punkte sind dabei die Häufigkeit des Einnässens, Besonderheiten beim Wasserlassen oder ob die Eltern bereits Probleme mit dem Trockenwerden hatten. Wichtig ist auch, wie das Sauberkeitstraining bisher durchgeführt wurde oder welche Behandlungsmaßnahmen bereits erfolgten. Außerdem sollte auf familiäre und kindliche Belastungen eingegangen werden. Körperliche und psychische Begleiterstörungen müssen abgeklärt werden.

Neben der Anamnese sind eine körperliche Untersuchung und eine Untersuchung des Harns (Urin-Status) notwendig. Außerdem sollte eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Nieren und Harnwege durchgeführt werden, um körperliche Fehlbildungen sicher auszuschließen. Zur allgemeinen Abklärung wird häufig eine stationäre Aufnahme mit psychologischen Zusatzuntersuchungen und Verlaufsbeobachtungen durchgeführt. Hier kann die Häufigkeit des Wasserlassens und die Urinmenge in einem 24-Stunden-Miktionsprotokoll notiert werden.

Finden sich in dieser Basis-Untersuchung Hinweise auf eine organische Störung, so können weitere diagnostische Schritte nötig sein (Miktionscystourographie, Beckenboden-EMG, Uroflowmetrie). Der Ausschluss einer organischen Erkrankung ist deshalb wichtig, weil sich Entzündungen oder Fehlbildungen der Harnwege hinter dem Symptom Einnässen verbergen können. Eine angeborene Missbildung des Harntrakts oder chronische Entzündungszustände können unerkannt über Jahre zu einer Zerstörung der lebenswichtigen Nieren führen.

Des Weiteren müssen grundlegende Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder eine Medikamenteneinnahme (etwa Diuretika zur Wasserabgabe des Körpers) als Ursache ausgeschlossen werden.

Weiterlesen: Bettnässen (Enuresis): Therapie

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