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Bettnässen (Enuresis)Bettnässen (Enuresis): DefinitionStand: 31. Januar 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Kinder lernen etwa ab dem zweiten Lebensjahr, ihre Blase zu kontrollieren. Das Zusammenspiel von Nierenfunktion, Blasenfüllung und Steuerung der Blasenmuskulatur stellt einen komplexen Entwicklungsschritt für das heranwachsende Nervensystem des Kinds dar. Jedes Kind braucht individuell lange, bis diese Reifung abgeschlossen ist und die Tage und Nächte "trocken" sind. Wenn eine körperliche Erkrankung als Ursache ausgeschlossen ist, so sollten sich Eltern bis etwa zum fünften Lebensjahr über Einnässen keine Sorgen machen. Geduld ist gefragt, meist löst sich das Problem von selbst. Wenn das Kind nach dem fünften Lebensjahr noch regelmäßig einnässt, besteht häufig eine ernste Störung, die ärztlich abgeklärt werden muss. Bettnässen (Enuresis) ist mit einem hohen Leidensdruck verbunden. Die Kinder schämen sich, können nicht bei Freunden übernachten oder haben Angst vor Schulausflügen. Oft wird versucht, die Probleme zu verheimlichen. Dabei kann Einnässen meist erfolgreich behandelt und damit das Leiden des Kinds behoben werden. Das Krankheitsbild Bettnässen (Enuresis) liegt vor, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:
Die Störung wird je nach Zeitpunkt des Einnässens in die Enuresis diurna (tagsüber), Enuresis nocturna (nachts) oder Enuresis diurna et nocturna (tagsüber und nachts) eingeteilt. Für die Enuresis diurna wird auch gelegentlich das Synonym Harninkontinenz verwendet. Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Einnässen. Bei der primären Enuresis ist das Kind noch nie dauerhaft trocken gewesen. Nässt ein Kind wieder ein, nachdem es über sechs Monate trocken war, bezeichnet man dies als sekundäre Enuresis. Diese Unterscheidungen sind im Hinblick auf die diagnostische Einschätzung des Krankheitsbilds und der Behandlung sehr wichtig. Weiterlesen: Bettnässen (Enuresis): Definition – Häufigkeit Das könnte Sie auch interessieren
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