Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

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Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom): Verlauf

(Stand: 15. April 2009)

Früh erkennen

Je früher der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) entdeckt und entfernt wird, desto günstiger sind Verlauf und Lebenserwartung (Prognose). Bei rund 20 Prozent der Betroffenen strebt der Arzt eine Operation mit dem Ziel der Heilung an. Wurde der Tumor bei der Operation komplett entfernt und war er darüber hinaus nicht größer als zwei Zentimeter, dann überleben etwa 40 Prozent der Betroffenen ein Pankreaskarzinom mindestens noch zwei Jahre.

Die Prognose von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist stark vom Stadium abhängig: Je weiter fortgeschritten der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, desto ungünstiger ist die Prognose. Derzeit leben vier bis fünf Prozent der Betroffenen nach der Diagnosestellung länger als fünf Jahre. Liegen bereits Tochtergeschwülste vor, sterben viele Betroffene innerhalb des ersten Jahrs nach Diagnosestellung.

Beschwerden im Blick

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs kontrolliert der Arzt nach der Operation in Nachsorgeuntersuchungen, ob der Tumor wieder aufgetreten ist (Rezidiv). Diese finden jedoch nicht zu festgelegten Zeitpunkten statt. Die Nachsorgeuntersuchungen orientieren sich vielmehr an den vorliegenden Beschwerden; oft finden sie im ersten Jahr nach Therapieende alle ein bis zwei Monate statt, später in drei- bis sechsmonatigen Abständen. Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen dienen auch dazu, etwaige Folgen einer Operation optimal behandeln zu können und zum Beispiel bei einem durch die Entfernung der Bauspeicheldrüse bedingten Diabetes mellitus die Medikamente richtig einzustellen und die nicht mehr von der Bauchspeicheldrüse hergestellten Verdauungsenzyme medikamentös zu ersetzen.

Ziel der Nachsorge sollte darüber hinaus sein, den Betroffenen auch bei den durch die Erkrankung möglicherweise entstandenen psychischen und sozialen Problemen helfend zur Seite zu stehen.

Rehabilitation

Nach einer Bauchspeicheldrüsenkrebs-Operation sollten Betroffene eine stationäre Rehabilitation ausschließlich in besonders erfahrenen Tumornachsorgekliniken antreten, die mit den speziellen Erfordernissen des Pankreaskarzinoms vertraut sind.

Nach einer totalen Entfernung der Bauchspeicheldrüse oder bei unvollständiger Tumorentfernung beträgt der Grad der Behinderung (GdB) 100 Prozent – auch bei günstigeren Operationsverläufen beträgt der GdB mindestens 60 Prozent. Aufwändigere berufliche Rehabilitationsmaßnahmen kommen daher selten in Betracht.

Weiterlesen: Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom): Vorbeugen

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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