Bauchspeicheldrüsen­krebs (Pankreaskarzinom): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Juli 2016)

Worin genau Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) seine Ursachen hat, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass bestimmte Faktoren das Risiko für Krebs in der Bauchspeicheldrüse erhöhen können. Zudem spielt die erbliche Veranlagung bei der Krebsentwicklung eine Rolle.

Risikofaktoren

Faktoren, die nachweislich das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen, sind Rauchen und Alkoholkonsum. Fettleibigkeit (Adipositas, Body-Mass-Index größer als 30) kann die Entstehung von Pankreaskrebs ebenfalls begünstigen. Darüber hinaus kommen unterschiedlichste Ernährungsgewohnheiten wie eine fettreiche Ernährung als Risikofaktoren für das Pankreaskarzinom infrage.

Auch Erkrankungen können für Bauchspeicheldrüsenkrebs mitverantwortlich sein: So scheint eine viele Jahre andauernde Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis) ein Risikofaktor für das Pankreaskarzinom zu sein. Zudem haben Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 häufiger Pankreastumoren als Gesunde. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Diabetes ebenso durch den Krebs selbst verursacht sein könnte.

Vererbung

Hat ein Verwandter ersten Grades (Eltern oder Kinder) Bauchspeicheldrüsenkrebs, ist die Wahrscheinlichkeit, selbst auch daran zu erkranken, im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich erhöht. Dies muss aber nichts mit Vererbung zu tun haben, sondern kann auch an der ähnlichen Lebensweise (d.h. an denselben Risikofaktoren) liegen. Hiervon zu unterscheiden ist das familiäre Pankreaskarzinom.

Mediziner sprechen von einem familiären Pankreaskarzinom, wenn in einer Familie mindestens zwei Verwandte ersten Grades Bauchspeicheldrüsenkrebs haben. Da in solchen Familien die Erkrankungswahrscheinlichkeit um ein Mehrfaches erhöht ist, ist den Familienmitgliedern eine genetische Beratung zu empfehlen.


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