Startseite > Krankheiten > Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) > Diagnose
Stand: 23. November 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Endosonographie (endoskopische Ultraschalluntersuchung) kann helfen, auch kleine Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom) zu erkennen. Zudem ermöglicht sie, vor einer geplanten Operation die Ausbreitung des Tumors zu bestimmen. Bei Bedarf kann der Arzt eine Gewebeprobe entnehmen (Biopsie). Das Endoskop (schlauchförmiges Untersuchungsinstrument) ist mit einem Ultraschallkopf ausgerüstet und wird über Mund und Speiseröhre in den Magen oder Zwölffingerdarm vorgeschoben. Der Arzt kann dann die Bauchspeicheldrüse sowie weitere Organe und Gefäße mittels Ultraschall untersuchen.
Um die Ausbreitung des Tumors und einen möglichen Befall der Lungen mit Metastasen beurteilen zu können, erfolgt bei Vorliegen von Bauchspeicheldrüsenkrebs stets eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs.
Liegt der Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs vor und ist der Patient in einem Zustand, in dem eine Operation erfolgen kann, ist die Entnahme einer Gewebeprobe vor der Operation in aller Regel nicht nötig: Die Gewebeuntersuchung erfolgt während oder nach der Operation. Kann ein Patient nicht operiert werden, entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe, um die Diagnose zu sichern.
Der Arzt erhält eine solche Gewebeprobe durch eine Computertomographie- oder Ultraschall-gesteuerte Punktion der Bauchspeicheldrüse oder einer Absiedlung des Tumors (Metastase). Alternativ ist je nach Lage des Tumors eine kontrollierte Gewebeentnahme, die durch die Endosonographie unterstützt wird, möglich und sinnvoll.
In einigen Fällen kann es notwendig sein, die Ausdehnung des Bauchspeicheldrüsenkrebses mithilfe einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) genau zu beurteilen. Dabei führt der Arzt über kleine Einschnitte in der Bauchdecke ein flexibles optisches Instrument ein (Endoskop) – der Eingriff geschieht in Vollnarkose. Die Kamera des Endoskops überträgt die Bilder aus dem Bauchraum auf einen Monitor. Je nach Befund entscheidet sich der Arzt für eine Operation oder er leitet eine andere Therapie ein.
Eine weitere Untersuchungsmethode ist die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Sie stellt mithilfe eines radioaktiv markierten Stoffs Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper dar. Da Tumorzellen einen besonders hohen Stoffwechsel haben, ist die PET gut geeignet, um Metastasen (auch sehr kleine) sichtbar zu machen.
Weiterlesen: Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom): Therapie
Erfahren Sie im Überblick alles über Krebs, mögliche Therapien und wie Sie vorbeugen können. Lesen Sie außerdem, wie Sie den Alltag mit Krebs meistern und ein weitgehend normales Leben führen können. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2013 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.