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Bauchspeicheldrüsen­entzündung (Pankreatitis): Verlauf

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (13. November 2013)

Die Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eine schwere Erkrankung, die oft im Krankenhaus behandelt werden muss. Jedoch verlaufen die meisten akuten Fälle relativ komplikationslos. Bei starker Ausprägung kann die Erkrankung aber lebensgefährlich sein, da große Teile der Bauchspeicheldrüse absterben und Blutungen auftreten können.

Bei der chronischen Form hängt der Verlauf insbesondere davon ab, inwiefern der Betroffene seinen Lebensstil ändert.

Komplikationen

Bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung können im Verlauf der Erkrankung folgende Komplikationen auftreten:

Die chronische Pankreatitis zeichnet sich durch eine nicht mehr umkehrbare Schädigung der Bauchspeicheldrüse aus. Im Frühstadium treten immer wieder akute Schübe auf, die starke Schmerzen verursachen.

Im Laufe der Zeit wandelt sich das geschädigte Gewebe in sogenannte falsche Zysten oder Pseudozysten (mit Flüssigkeit gefüllte Kammern) um, die sich entzünden können oder in die es einbluten kann. Des Weiteren entstehen in der Bauspeicheldrüse und im angrenzenden Gewebe ausgedehnte Verkalkungen. Im Gangsystem bilden sich Verengungen und mit der Zeit Pankreassteine, die den Abfluss der Sekrete behindern – die Verdauungssäfte stauen sich. Bei fortgeschrittener Organzerstörung kommt es zu erheblichen Verdauungsstörungen mit Gewichtsabnahme und Mangelerscheinungen und es entwickelt sich ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Als Spätkomplikation der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung kann Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) entstehen.

Prognose

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eine schwere Erkrankung, dennoch ist die Prognose meist gut. Der Großteil der akuten Formen verläuft ohne Komplikationen. Schwere Verläufe einer akuten Pankreatitis können jedoch lebensgefährlich sein, besonders wenn eine Blutvergiftung (Sepsis) entsteht.

Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung hängt die Prognose vor allem davon ab, ob es dem Betroffenen gelingt, ganz auf Alkohol und das Rauchen zu verzichten. Nur so kann er seine Bauchspeicheldrüse schonen und entlasten. Eine vollständige Ausheilung findet jedoch nicht statt.






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