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Forum Gynäkologie
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Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bartholinitis ist eine Entzündung der Bartholindrüsen (Glandulae vestibulares majores, "große Scheidenvorhofdrüsen") oder ihrer Ausführungsgänge, die durch verschiedene Bakterien hervorgerufen werden kann. Von einer Bartholinitis sind ausschließlich Frauen betroffen.
Die Bartholindrüsen befinden sich im hinteren Drittel der großen Schamlippen und münden beidseits des Scheidenvorhofs an der Innenseite der kleinen Schamlippen. Sie befeuchten den Scheideneingang beim Geschlechtsverkehr.
Meistens tritt eine Bartholinitis nur einseitig auf. Ursachen sind meistens Bakterien, die natürlicherweise zum Beispiel auf der Haut, im Darm oder in den Atemwegen vorkommen. Seltener ist eine Gonorrhö die Ursache einer Bartholinitis.
Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft. Der Bereich der betroffenen Schamlippen ist stark geschwollen und gerötet. Die Bartholinitis wird medikamentös behandelt. Manchmal ist die Schwellung so stark, dass sie den Ausführungsgang der Bartholindrüse verschließt. Dann sammelt sich Eiter an – ein Abszess entsteht. Manchmal eröffnet der Arzt ihn mit einem Skalpell, damit der Eiter abfließen kann.
Nach der Therapie heilt die Bartholinitis in der Regel komplikationslos ab. Hat sich bereits ein Abszess (sog. Bartholin-Zyste) gebildet, ist eine ausreichende Nachsorge wichtig, damit diese Eiteransammlung nicht erneut auftritt. Dazu sind zum Beispiel Sitzbäder geeignet.
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