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Bartholinitis: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. März 2015)

Bakterielle Infektionen am Scheideneingang gehören bei einer Bartholinitis zu den typischen Ursachen der Erkrankung. Bakterien aus dem Scheidenvorhof dringen in den Ausführungsgang ein und führen zu einer Entzündung. Die Infektion kann sich entlang des Ausführungsgangs bis zum Drüsenkörper ausbreiten. Infolge der entzündlichen Schwellung und Verklebung des Ausführungsgangs kann sich die Drüse nicht mehr entleeren. Das Sekret staut sich auf und bietet den Erregern einen idealen Nährboden. Oftmals bildet sich Eiter – eine Art Abszess (Bartholin-Empyem) entsteht.

Bei einer Bartholinitis gehört zu den Ursachen auch die Bartholin-Zyste. Ist einer der Ausführungsgänge der Bartholindrüsen verlegt, kann das Drüsensekret nicht abfließen und staut sich auf. Dadurch bildet sich eine Zyste (flüssigkeitsgefüllter Hohlraum). Infiziert sich die Bartholin-Zyste mit Bakterien, entwickelt sich eine Bartholinitis. Umgekehrt gehört eine Bartholinitis auch zu den Ursachen der Bartholin-Zyste.

Erreger

Prinzipiell kommen für eine Bartholinitis alle Erreger in Betracht, die den menschlichen Körper gewöhnlich besiedeln. Meist wird die Bartholinitis gleichzeitig durch mehrere Bakterien hervorgerufen, darunter vor allem Staphylococcus aureus, welcher auf der Haut und in den oberen Atemwegen natürlich vorkommt, und Escherichia coli aus dem Darm. Gelegentlich wird eine Bartholinitis aber auch durch Neisseria gonorrhoeae, den Erreger der Geschlechtskrankheit Gonorrhö ("Tripper), oder Chlamydia trachomatis verursacht und kann dann durch Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Inkubationszeit

Bei der Bartholinitis richtet sich die Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung) nach dem Erreger und liegt zum Beispiel für Neisseria gonorrhoeae meistens zwischen zwei und vier Tagen.



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