Bartholinitis: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. März 2015)

Bei einer Bartholinitis richtet sich die Therapie nach dem Ausmaß der Entzündung. Im frühen Stadium können Sitzbäder mit desinfizierenden Wirkstoffen die Entzündung abklingen lassen.

Ist die Bartholinitis weiter fortgeschritten, muss abgewartet werden, bis sich das entzündliche Sekret spontan von selbst entleert oder der Arzt mit einem Skalpell vorsichtig eine Entlastung herbeiführt (Inzision). Bis es so weit ist, lässt sich die Zeit mit Schmerzmitteln überbrücken. Bei der chirurgischen Variante ist im Nachgang eine sogenannte Marsupialisation erforderlich, bei der die eröffnete Drüse an der Haut vernäht wird, damit das gesamte Sekret abfließen und sich nicht erneut eine Bartholinitis bilden kann.

Das entzündliche Sekret untersucht der Arzt nach dem chirurgischen Eingriff unter dem Mikroskop, um den jeweiligen Erreger nachzuweisen. In der Regel verordnet er nur dann Antibiotika, wenn es sich hierbei um Gonokokken handelt (Neisseria gonorrhoeae), die Erreger der Geschlechtskrankheit Gonorrhö („Tripper“).

In diesem Fall gehört zur Therapie der Bartholinitis auch die Behandlung des Partners, da in diesem Fall eine sexuell übertragbare Krankheit vorliegt.

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