Bartholinitis: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. März 2015)

Als Bartholinitis bezeichnen Mediziner eine ein- oder beidseitige Entzündung spezieller Drüsen im Scheidenbereich der Frau: der sogenannten Bartholindrüsen oder ihrer Ausführungsgänge. Die Bartholindrüsen sind zwei etwa bohnengroße Drüsen, die beidseits des Scheidenvorhofs im hinteren Drittel der großen Schamlippen liegen. Ihre Ausführungsgänge münden auf der Innenfläche der kleinen Schamlippen. Bei sexueller Erregung sondern die Drüsen ein schleimiges Sekret ab und befeuchten den Scheideneingang. Das Sekret befeuchtet die Scheide und erleichtert somit den Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau.

Die Bezeichnung "Bartholindrüsen" geht auf den dänischen Anatomen Caspar Bartholin (1655-1738) zurück. Die entsprechenden Drüsen beim Mann werden nach dem englischen Anatomen William Cowper (1666-1709) als Cowpersche Drüsen bezeichnet. Sie befinden sich neben der Peniswurzel und entleeren ihr Sekret direkt in die Harnröhre.

Das Bild zeigt einen Abszess an der Bartholini'schen Drüse

Bei einer Bartholinitis sind bestimmte Drüsen im Scheidenbereich entzündet.

Häufigkeit

Für eine Bartholinitis gibt es keine genauen Angaben zur Häufigkeit. Ärzte beobachten jedoch, dass die Bartholinitis besonders oft Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr betrifft.


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