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Bandscheibenvorfall: Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (29. Januar 2014)

Neurologische Untersuchung

Um bei einem Bandscheibenvorfall die Diagnose zu stellen, ist eine eingehende neurologische Untersuchung notwendig. Diese gibt Aufschluss über die betroffenen schmerzauslösenden Nerven und ermöglicht eine gezielte Behandlung.

Der untersuchende Arzt kann ermitteln, ob die Nerven beschädigt sind und eine entsprechende Therapie empfehlen. Dazu überprüft er die Reflexe, die Sensibilität, die Beweglichkeit und eventuell die Nervenleitgeschwindigkeit. Je nachdem, ob und wohin die Schmerzen ausstrahlen, kann der Arzt Rückschlüsse darauf ziehen, welche Nervenwurzeln von dem Bandscheibenvorfall betroffen sind.

Außerdem überprüft der Arzt den Puls an den Beinen, um eine Durchblutungsstörung in diesem Bereich auszuschließen – etwa eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) genannt. Diese Erkrankung kann Schmerzen verursachen, die auf den ersten Blick den Schmerzen bei Wirbelsäulenerkrankungen wie einem Bandscheibenvorfall ähneln.

Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall ist zur Diagnose eine Röntgenuntersuchung notwendig.

Der Betroffene nimmt während der Röntgenuntersuchung verschiedene Positionen ein, sodass die Röntgenbilder die Wirbelsäule in verschiedenen Haltungen zeigen: zum Beispiel Krümmung und Streckung (sog. Funktionsaufnahmen). So kann der Arzt die Beweglichkeit der Wirbelsäule abschätzen. Aufnahmen im sogenannten schrägen Strahlengang geben Aufschluss über eine möglicherweise vorliegende abnorme Beweglichkeit der Wirbelkörper. Allerdings lassen sich so nur die Knochen (z.B. Wirbel) mit eventuellen verschleißbedingten Veränderungen erkennen.

Bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Myelographie machen es möglich, das Rückenmark und die Nervenwurzeln darzustellen. Nur die beiden sogenannten Schnittbildverfahren Computertomographie und Magnetresonanztomographie machen das Rückenmark und die Nervenwurzeln direkt sichtbar. Eine zusätzliche Kontrastmittelgabe in die Vene erleichtert es dem Arzt bei diesen beiden Verfahren, einen Bandscheibenvorfall von entzündlich verändertem Gewebe oder einem Tumor abzugrenzen.

Myelographie: Video

Bei der Myelographie füllt der Arzt mit einer Kanüle Röntgenkontrastmittel in den Rückenmarkssack (Duralsack). Dadurch kann er das darin liegende Rückenmark und die Nervenwurzeln als Kontrastmittelaussparungen indirekt im Röntgenbild erfassen. Im Gegensatz zu den Schnittbildverfahren kommt die Myelographie heute allerdings seltener zum Einsatz.






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