Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Bandscheibenvorfall > Diagnose

Forum

Physiotherapie

Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Physiotherapie

Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall: Diagnose

Stand: 26. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Neurologische Untersuchung

Um bei einem Bandscheibenvorfall die Diagnose zu stellen, ist eine eingehende neurologische Untersuchung notwendig. Diese gibt Aufschluss über die betroffenen schmerzauslösenden Nerven und ermöglicht eine gezielte Behandlung.

Der untersuchende Arzt kann ermitteln, wie schwer die Nerven beschädigt sind und gegebenenfalls eine Operation anordnen. Dazu überprüft er die Reflexe, die Sensibilität, die Beweglichkeit und eventuell die Nervenleitgeschwindigkeit. Die Schmerzausstrahlung lässt Rückschlüsse zu, welche Nervenwurzeln vom Bandscheibenvorfall betroffen sind.

Außerdem überprüft der Arzt den Puls an den Beinen, um eine Durchblutungsstörung in diesem Bereich auszuschließen – etwa eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) genannt. Diese Erkrankung kann Schmerzen verursachen, die auf den ersten Blick den Schmerzen von verschleißbedingten Wirbelsäulenerkrankungen ähneln.

Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall ist immer eine Röntgenuntersuchung notwendig. Der Betroffene nimmt während der Untersuchung verschiedene Positionen ein, sodass die Röntgenbilder die Wirbelsäule in verschiedenen Haltungen zeigen: zum Beispiel Krümmung und Streckung (sog. Funktionsaufnahmen). So kann der Arzt die Beweglichkeit der Wirbelsäule abschätzen. Aufnahmen im sogenannten schrägen Strahlengang geben Aufschluss über eine möglicherweise vorliegende abnorme Beweglichkeit der Wirbelkörper. Allerdings lassen sich so nur die Knochen (z.B. Wirbel) mit eventuellen verschleißbedingten Veränderungen erkennen.

Bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Myelographie machen es möglich, das Rückenmark und die Nervenwurzeln darzustellen. Nur die beiden sogenannten Schnittbildverfahren Computertomographie und Magnetresonanztomographie machen das Rückenmark und die Nervenwurzeln direkt sichtbar. Eine zusätzliche Kontrastmittelgabe in die Vene erleichtert es dem Arzt bei diesen beiden Verfahren, einen Bandscheibenvorfall von entzündlich verändertem Gewebe oder einem Tumor abzugrenzen.

Bei der Myelographie füllt der Arzt mit einer Kanüle Röntgenkontrastmittel in den Rückenmarkssack (Duralsack). Dadurch kann er das darin liegende Rückenmark und die Nervenwurzeln als Kontrastmittelaussparungen indirekt im Röntgenbild erfassen. Im Gegensatz zu den Schnittbildverfahren kommt die Myelographie heute allerdings seltener zum Einsatz.

Weiterlesen: Bandscheibenvorfall: Therapie

Das könnte Sie auch interessieren

Orthopädische Erkrankungen

Orthopädische Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr über orthopädische Erkrankungen und wie sie behandelt werden! mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.