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Forum Gynäkologie
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Stand: 11. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Einer bakteriellen Vaginose können Sie nicht direkt vorbeugen. Da ihre Entstehung unter anderem durch Geschlechtsverkehr begünstigt wird, können Sie das Risiko einer Infektion jedoch verringern, indem Sie Kondome verwenden. Denn auch bei Männern kann der Intimbereich mit verschiedenen Bakterien (wie Gardnerella) besiedelt sein. In vielen Fällen treten bei den betroffenen Männern jedoch keine Beschwerden auf und die veränderte Hautflora bleibt unbemerkt – so können sie die Bakterien unwissentlich weiterverbreiten. Nicht nur aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich mit Kondomen zu schützen.
Wer regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahrnimmt, minimiert das Risiko für eine bakterielle Vaginose zusätzlich.
Auf eine übertriebene Vaginalhygiene (z.B. Scheidenspülungen) sollten Sie verzichten. Denn dies kann den pH-Wert der Scheidenflora (Vaginalflora) ungünstig beeinflussen und eine Ansiedelung von Keimen erleichtern. Eine regelmäßige Pflege des Intimbereichs mit lauwarmem Wasser genügt im Allgemeinen.
Bei einer bestehenden bakteriellen Vaginose können Sie das geringe Risiko für Komplikationen – wie ein Aufsteigen der Infektion in die oberen Genitalbereiche – durch einen frühzeitigen Besuch beim Arzt verringern.
Insbesondere in der Schwangerschaft sowie bei Betroffenen mit einer hohen Rückfallrate können regelmäßige pH-Wert-Messungen des Scheidenausflusses hilfreich sein. Ein gesundes Scheidenmilieu sollte nicht über einem pH-Wert von 4,5 liegen. Mit der pH-Wert-Messung lässt sich eine Verschiebung des Scheidenmilieus schnell bemerken und eine frühzeitige Behandlung ermöglichen. Entsprechende Testsets sind zum Beispiel in Form von speziellen pH-Indikatorpapieren oder pH-Testhandschuhen in Apotheken erhältlich.
Bei einer Verschiebung des Scheidenmilieus in basische Bereiche (Werte über 4,5), kann die Scheidenflora zum Beispiel mit Milchsäurebakterien- oder Milchsäure-Präparaten (z.B. mit Glykogen, welches das Wachstum von Milchsäurebakterien fördert) wieder angesäuert werden.
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