Bakterielle Vaginose: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. April 2016)

Einer bakteriellen Vaginose können Sie nur indirekt vorbeugen:

  • Vaginalhygiene: Verzichten Sie auf eine übertriebene Vaginalhygiene (z.B. Scheidenspülungen). Denn das kann den pH-Wert der Scheidenflora (Vaginalflora) ungünstig beeinflussen und eine Ansiedelung von Keimen erleichtern. Eine regelmäßige Pflege des Intimbereichs mit lauwarmem Wasser genügt im Allgemeinen.
  • Geschlechtsverkehr: Eine bakterielle Vaginose kann durch Geschlechtsverkehr begünstigt werden. Sie können das Risiko jedoch verringern, indem Sie Kondome verwenden. Denn auch bei Männern kann der Intimbereich mit verschiedenen Bakterien (wie Gardnerella) besiedelt sein. In vielen Fällen treten bei den betroffenen Männern jedoch keine Beschwerden auf und die veränderte Hautflora bleibt unbemerkt – so können sie die Bakterien unwissentlich weiterverbreiten.
  • Vorsorgeuntersuchungen: Nehmen Sie regelmäßig Vorsorgetermine beim Frauenarzt wahr.

Bei einer bestehenden bakteriellen Vaginose können Sie möglichen Komplikationen – wie einem Aufsteigen der Infektion in die oberen Genitalbereiche – durch einen frühzeitigen Besuch beim Arzt vorbeugen.

pH-Wert-Messung

Insbesondere in der Schwangerschaft sowie bei Betroffenen mit einer hohen Rückfallrate können regelmäßige pH-Wert-Messungen des Scheidenausflusses hilfreich sein. Ein gesundes Scheidenmilieu sollte nicht über einem pH-Wert von 4,5 liegen. Mit der pH-Wert-Messung lässt sich eine Verschiebung des Scheidenmilieus schnell bemerken und ermöglicht eine frühzeitige Behandlung. Entsprechende Testsets sind zum Beispiel in Form von speziellen pH-Indikatorpapieren oder pH-Testhandschuhen in Apotheken erhältlich.

Hat sich der pH-Wert des Scheidenmilieus in basische Bereiche (Werte über 4,5) verschoben, können Sie die Scheidenflora zum Beispiel mit Milchsäurebakterien- oder Milchsäure-Präparaten wieder ansäuern.


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