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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine bakterielle Vaginose lässt sich medikamentös vor allem mit dem Wirkstoff Metronidazol, in einigen Fällen auch mit Clindamycin in Tablettenform behandeln. Metronidazol kann auch in Form von Vaginaltabletten einsetzt werden.
Der Wirkstoff Metronidazol bekämpft die unter Luftausschluss lebenden (anaeroben) Bakterien, nicht jedoch Gardnerella-vaginalis-Bakterien. Bei mehr als 90 Prozent aller betroffenen Frauen reicht dies jedoch trotzdem zur Therapie aus.
Alternative Therapiemöglichkeiten sind lokale Behandlungen mit:
Eine bakterielle Vaginose sollten Sie in jedem Fall behandeln lassen, da das zwar geringe, aber dennoch vorhandene Risiko besteht, dass die Infektion in die oberen Bereiche der Genitalregion aufsteigt. Auch besteht bei Nichtbehandlung in der Schwangerschaft unter anderem das Risiko einer Frühgeburt oder einer Neugeborenensepsis (Sepsis = Blutvergiftung) durch die Bakterien.
Bislang behandeln Ärzte Sexualpartner bei einer bakteriellen Vaginose noch nicht automatisch mit. Studien zeigen jedoch, dass bei Frauen, die eine bakterielle Vaginose haben, meist auch beim Sexualpartner Gardnerella-Bakterien nachweisbar sind. Bei Männern führt dies jedoch in der Regel nicht zu Beschwerden. Um die Rückfallhäufigkeit bei Frauen zu senken, ist eine Mitbehandlung des Partners deshalb durchaus sinnvoll.
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