Bakterielle Vaginose: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. April 2016)

Um eine bakterielle Vaginose festzustellen, nimmt der Arzt einen Vaginalabstrich und untersucht den Scheidenausfluss näher.

Der sogenannte Amintest verstärkt den typischen Fischgeruch des Ausflusses. Dafür gibt der Arzt wenige Tropfen einer zehnprozentigen Kalilauge auf eine Probe des Ausflusses.

Außerdem kann er den pH-Wert des Scheidenmilieus messen, der im Falle einer bakteriellen Vaginose über einem pH von 4,5 liegt, also basischer als gewöhnlich ist.

Eine mikroskopische Untersuchung des Vaginalabstrichs zeigt sogenannte Schlüsselzellen (engl. clue cells). Darunter versteht man Ansammlungen von Bakterien wie Gardnerella vaginalis, die unter dem Mikroskop als kleine Körnchen erkennbar sind. Die mikroskopische Untersuchung zeigt auch, ob es sich um eine Mischinfektion handelt und wie groß die Zahl der Bakterien ist. Im Falle einer bakteriellen Vaginose finden sich massenhaft Bakterien im Vaginalabstrich.

Um sicherzustellen, dass es sich um eine bakterielle Vaginose handelt, sollte eine Infektion mit Mikroorganismen wie Trichomonas vaginalis oder Mykoplasmen ausgeschlossen werden.

Eine Erregerkultur wird in der Regel erst angelegt, wenn eine bakterielle Vaginose regelmäßig auftritt oder man überprüfen will, ob eventuell eine Infektion mit anderen Mikroorganismen die Ursache der Beschwerden ist.


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