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Bakterielle Ruhr (Shigellose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. November 2014)

Die bakterielle Ruhr (Shigellose) ist eine meldepflichtige Durchfallerkrankung. Ihre Erreger – verschiedene Bakterien der Gattung Shigella (sog. Shigellen) – sind weltweit verbreitet.

Die bakterielle Ruhr ist hochansteckend, wobei warmes Klima und schlechte sanitäre Verhältnisse die Ausbreitung der ursächlichen Shigellen begünstigen. Die Übertragung der Shigellose geschieht meist direkt von Mensch zu Mensch (dabei bedeuten auch sexuelle Kontakte ein Ansteckungsrisiko). Vor allem in wärmeren Ländern gehören außerdem infizierte Gegenstände, verunreinigte Lebensmittel, verseuchtes Trinkwasser sowie kontaminierte Badegewässer zu den möglichen Infektionsquellen.

Wenn jemand in Deutschland eine bakterielle Ruhr entwickelt, ist die Krankheit meist auf eine Ansteckung im Ausland zurückzuführen (z.B. bei Reisen nach Indien, Nordafrika oder in die Türkei).

Meist bricht die bakterielle Ruhr ein bis drei Tage nach der Infektion mit den Shigellen aus. Erste Symptome der Shigellose sind:

In schwereren Fällen können die Durchfälle nachfolgend blutig-schleimig-eitrig sein. Dann kann die bakterielle Ruhr zusätzlich starke Bauchkrämpfe, einen Flüssigkeitsmangel des Körpers (Dehydratation) sowie einen Elektrolyt- und Eiweißverlust verursachen. Wenn im Verlauf der Shigellose Geschwüre im Dickdarm entstehen, kann sich der Darm im Extremfall aufweiten und durchbrechen.

In Deutschland verläuft die bakterielle Ruhr überwiegend milde. Die Krankheit kann vor allem dann schwer – auch lebensbedrohlich – verlaufen, wenn das Immunsystem geschwächt und die Behandlung unzureichend ist.

Um die bakterielle Ruhr zu diagnostizieren , sind die vorliegenden Symptome und eine Stuhluntersuchung ausreichend. Zur Behandlung der Shigellose sind Antibiotika in jedem Fall empfehlenswert: Sie verkürzen die Dauer der Erkrankung, senken die Erregerausscheidung (und damit die Ansteckungsgefahr) und beugen Komplikationen vor. Daneben ist es besonders bei älteren Menschen und Kleinkindern wichtig, den mit der Darmerkrankung einhergehenden Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen.






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