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Bakterielle Endokarditis: Entzündung der Herzinnenhaut

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juni 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Eine bakterielle Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut, des sogenannten Endokards. Dabei siedeln sich Bakterien am Herzen an und schädigen vor allem die Herzklappen.

Die bakterielle Endokarditis ist eine eher seltene Erkrankung – etwa 3 von 100.000 Personen in Westeuropa erkranken pro Jahr daran. Herzfehlbildungen, Herzklappenersatz-Operationen, eingesetzte Fremdmaterialien wie Herzschrittmacher und Erkrankungen des Herzens erhöhen das Erkrankungsrisiko.

Die bakterielle Endokarditis lässt sich in eine subakute und eine akute Form unterteilen. Die subakute Endokarditis setzt im Gegensatz zur akuten Form eher schleichend ein und geht mit vergleichsweise leichten Beschwerden einher.

Die Symptome der bakteriellen Endokarditis können sehr uncharakteristisch sein. Fast alle Betroffenen leiden jedoch im Laufe der Erkrankung unter Fieber. Zudem kann der Arzt veränderte oder neu aufgetretene Herzgeräusche feststellen.

Zu weiteren möglichen Symptomen einer Endokarditis zählen zum Beispiel

Eine bakterielle Endokarditis muss in jedem Fall frühzeitig behandelt werden – ohne eine Therapie endet die Erkrankung in der Regel tödlich. Gegen die Bakterien kommen Antibiotika zum Einsatz. Für eine effektive Behandlung sollte der genaue Erreger bestimmt werden. Die Therapie richtet der Arzt dann genau auf den jeweiligen Erreger aus. Je nach Verlauf kann aber auch eine Operation notwendig sein.

Bakterien können auf unterschiedlichen Wegen an die Herzklappen gelangen. Bei einem gesunden Herzen ist das meist kein Problem – ist das Herz jedoch bereits geschädigt, können sich Bakterien dort leichter ansiedeln und eine bakterielle Endokarditis hervorrufen. Eine häufige Erregerquelle ist der Mundraum: Über kleine Verletzungen können die Bakterien über die Blutbahn bis ans Herz gelangen.

Hat eine Person ein erhöhtes Risiko für eine bakterielle Endokarditis, etwa durch einen Herzfehler oder vorgeschädigte Herzklappen, ist es daher ratsam, vor zahnmedizinischen Eingriffen mit Antibiotika einer Infektion vorzubeugen.



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