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Bakterielle Endokarditis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. November 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Eine bakterielle Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut, dem sogenannten Endokard. Dort schädigt sie durch die entzündlichen Veränderungen vor allem die Herzklappen.

Die bakterielle Endokarditis wird durch eine Infektion mit Bakterien ausgelöst. Die Erkrankung lässt sich entsprechend ihrer Verlaufsformen in eine subakute und eine akute Form unterteilen. Die subakute Endokarditis verläuft im Gegensatz zur akuten Form wesentlich langsamer, mit weniger Symptomen, im Allgemeinen also leichter als eine akute Endokarditis.

Herzfehlbildungen, Herzklappenersatz-Operationen, eingesetzte Fremdmaterialien wie Herzschrittmacher und andere Erkrankungen des Herzens steigern das Risiko, an einer Endokarditis zu erkranken. Die Symptome der bakteriellen Endokarditis können sehr uncharakteristisch sein – bei fast allen Betroffenen Betroffenen zeigen sich jedoch im Laufe der Erkrankung

  • Fieber,
  • Appetitlosigkeit,
  • Schwäche oder
  • ein neu auftretendes Herzgeräusch beziehungsweise
  • ein verstärktes Herzgeräusch oder
  • verändertes Herzgeräusch.
Es kann allerdings auch zu einem schweren Krankheitsbild mit Kreislaufversagen kommen.

Eine bakterielle Endokarditis behandelt der Arzt mit Antibiotika. Für eine effektive Behandlung sollte der genaue Erreger bestimmt werden. Die Therapie richtet der Arzt dann genau auf den jeweiligen Erreger aus.

Eine bakterielle Endokarditis kann unbehandelt zum Tod führen. Ist das Risiko für eine bakterielle Endokarditis erhöht – etwa durch einen Herzfehler oder vorgeschädigte Herzklappen – ist es ratsam, selbst vor kleinen Eingriffen, zum Beispiel einer Zahnsteinentfernung, mit Antibiotika einer Infektion vorzubeugen.

Rheumatische Endokarditis
Neben der bakteriellen Endokarditis gibt es außerdem die sogenannte rheumatische Endokarditis, welche nicht Bakterien, sondern Kreuzreaktionen des Immunsystems nach Infektionen oder Entzündungen auslösen.

Das Immunsystem bildet Antikörper, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Diese Antikörper reagieren manchmal aber auch mit körpereigenen Zellen, zum Beispiel denen der Herzinnenhaut. Häufig sind davon die Herzklappen betroffen, die sich in der Folge verdicken. An diesen Stellen können sich dann Blutplättchen (Thrombozyten) und Gerinnungsfaktoren (Fibrin) ablagern und die Klappen verstopfen. Die rheumatische  Endokarditis gehört zu den möglichen Symptomen des rheumatischen Fiebers, das infolge einer Streptokokkeninfektion auftreten kann.



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