Startseite > Krankheiten > Bakterielle Endokarditis > Definition
Stand: 13. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Männer sind etwa doppelt so häufig von einer bakteriellen Endokarditis betroffen wie Frauen. Bis zu einem Alter von 60 Jahren steigen die Erkrankungszahlen kontinuierlich an. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Häufigkeit der rheumatischen Endokarditis durch den Einsatz von Penicillin abgenommen, die bakterielle Endokarditis wird dagegen häufiger festgestellt. Eine wichtige Rolle spielen dabei die höhere Lebenserwartung und dadurch bedingt ein häufigeres Auftreten von Risikofaktoren wie Herz- und Herzklappenoperationen sowie häufigere im Krankenhaus erworbene Infektionen. Die Zahl im Krankenhaus erworbener, sogenannter nosokomialer Endokarditiden, steigt und liegt nach neueren Untersuchungen bei etwa 14bis 25 Prozent, davon gehen etwa 10 bis 15 Prozent auf künstliche Herzklappen zurück.
Für jemanden, der bereits am Herzen operiert wurde, besteht ein wesentlich erhöhtes Risiko, an einer Endokarditis zu erkranken. Das gilt ebenso für Personen mit bereits vorgeschädigten oder ersetzten Klappen. Im ersten Jahr, nachdem eine geschädigte Klappe ersetzt wurde, entwickelt sich bei etwa ein bis drei Prozent der Operierten eine Endokarditis, innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Eingriff bei drei bis sechs Prozent der Operierten. Besonders häufig tritt eine Herzinnenwandentzündung auf, nachdem die Aorten- und Mitralklappe ersetzt wurden.
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