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Baker-Zyste: "Geschwollene" Kniekehle

Veröffentlicht von: Till von Bracht (01. März 2016)

© iStock

Die Baker-Zyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Aussackung in der Kniekehle. Je nachdem, wie groß die Baker-Zyste ist, entstehen durch diese Ausstülpung unterschiedliche Symptome: Kleine Baker-Zysten verursacht oft keine Beschwerden, wohingegen größere Baker-Zysten zu Schmerzen in der Kniekehle führen können.

Häufig entsteht eine Baker-Zyste bei chronischen Erkrankungen des Knies: Ursachen sind zum Beispiel

Eine Baker-Zyste entsteht folgendermaßen: Der Körper versucht nach einem Knieschaden, diesen wieder auszugleichen, indem er vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert.

Der dabei entstehende, dauerhaft erhöhte Gelenkinnendruck lässt das umliegende Bindegewebe erschlaffen und es entsteht ein mit Flüssigkeit gefüllter Raum – auch Zyste genannt.

Die Baker-Zyste tritt vor allem im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Doch auch Kinder können vereinzelt betroffen sein.

Hauptmerkmale der Baker-Zyste sind Schmerzen und eine bewegungsabhängige, häufig wiederkehrende Schwellung in der Kniekehle und der oberen Wadenmuskulatur. Wenn die Zyste einreißt (Ruptur), kommt es zu plötzlich einsetzenden Schmerzen in der Kniekehle.

Für die Diagnose beim Arzt sind neben dem berichteten Verlauf und den Schmerzen vor allem die körperliche Untersuchung sowie bildgebende Verfahren wichtig: Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung sowie einer Magnetresonanztomographie kann der Arzt die genauen Ausmaße der Baker-Zyste darstellen. Ist eine Baker-Zyste langgezogen und schlauchförmig, ist es häufig schwierig, die Diagnose zu stellen.

Die Behandlung einer Baker-Zyste

Eine Baker-Zyste erfordert nicht immer eine Behandlung. Treten Schmerzen oder andere Beschwerden auf, ist eine Therapie aber sinnvoll. Grundsätzlich gibt es bei der Baker-Zyste zwei Therapieoptionen:

  • die Operation
  • oder die konservative Therapie mit Medikamenten.

Behandelt der Arzt die Baker-Zyste mit einer konservativen Therapie, besteht diese im Wesentlichen aus entzündungshemmenden Medikamenten (Antiphlogistika) wie Diclofenac und – in Ausnahmen – auch aus Kortisonspritzen. Wenn das nicht hilft, ist es notwendig, dass ein Chirurg die Baker-Zyste operativ entfernt.

Allerdings kommt die Baker-Zyste mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder, wenn die Ursache unbehandelt bleibt. Am besten ist die Prognose daber bei der operativen Beseitigung der Ursache. Bei einem Meniskusschaden zum Beispiel kann der Chirurg entweder alle zerstörten und beweglichen Meniskusanteile entfernen (Meniskusteilentfernungoder den Meniskus mit einer Naht in seine ursprüngliche Form zurückbringen (Meniskusnaht).



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