Baker-Zyste: Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (01. März 2016)

Die Baker-Zyste ist eine in der Kniekehle meist mittig gelegene, flüssigkeitsgefüllte Aussackung. Ihr Name stammt von W. M. Baker, einem Chirurgen des 19. Jahrhunderts aus London.

Die Baker-Zyste kann verschiedene Ausgangspunkte haben. Sie kann von muskulären Strukturen ausgehen, wie dem Wadenmuskel (Musculus gastrocnemius) oder einem der hinteren Oberschenkelmuskel. Auch kann die Zyste eine direkte Aussackung der hinteren Kniegelenkkapsel mit stielartiger Verbindung zum Gelenk darstellen. Hierbei spricht man im eigentlichen Sinne von der Baker-Zyste.

Eine Baker-Zyste kann von außen betrachtet einem Tumor der hinteren Kniekehle ähneln. Daher muss der Arzt stets eine bösartige Erkrankung ausschließen.

Kommt es zur Ruptur der Zyste – also einem Riss, bei dem Flüssigkeit ins Gewebe austritt – schwillt die Kniekehle an und ein Schmerz tritt auf, der stärker wird, wenn man darauf drückt. Dieser Zustand kann leicht mit einer tiefen Beinvenenthrombose verwechselt werden.

Überwiegend tritt eine Baker-Zyste im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter auf. Seltener sind auch Kinder betroffen. Dann kann sich die Baker-Zyste im Verlauf des Wachstums zurückbilden.


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