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Bänderriss

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. Oktober 2013)

Ein Bänderriss (Bandruptur) zählt zu den häufigsten Sportverletzungen – denn viele sportliche Aktivitäten mit schnellen und ruckartigen Bewegungen beanspruchen die Bänder sehr stark.

Grundsätzlich sind die einzelnen Fasern der Bänder so aufgebaut, dass sie die beim Sport entstehenden Kräfte aushalten. Unnatürliche Bewegungen, wie zum Beispiel das Umknicken mit dem Fuß, können allerdings dazu führen, dass die Fasern überdehnt werden und ganz oder teilweise reißen. Mediziner sprechen von einem Bänderriss.

Einer der häufigsten Bänderrisse ist der Außenbandriss am oberen Sprunggelenk. Außerdem tritt ein Bänderriss oft in den Kreuzbändern des Knies (sog. Kreuzbandriss) auf, meist verursacht durch eine "unglückliche" Bewegung mit dem Kniegelenk, wie zum Beispiel eine Überdrehung oder Überstreckung.

Unter Skifahrern ist der sogenannte Skidaumen bekannt. Dabei handelt es sich um einen Bänderriss auf Höhe des Daumengrundgelenks. Die Ursache für den Skidaumen ist oftmals ein Sturz: Der Skifahrer versucht sich mit der Hand abzufangen und überspreizt dabei den Daumen.

Ein akuter Bänderriss verursacht in den meisten Fällen starke Schmerzen. Zudem entwickelt sich am betroffenen Gelenk nach kurzer Zeit eine Schwellung. Außerdem kann sich ein Bluterguss bilden.

Bei Verdacht auf einen Bänderriss beginnt die Therapie mit der sogenannten PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern.

Die Verletzung sollte nach erfolgter Erstversorgung auf jeden Fall von einem Arzt untersucht und behandelt werden. Denn ein unbehandelter Bänderriss kann im Laufe der Zeit zu einer chronischen Instabilität im Gelenk führen.

Bei frühzeitiger Therapie heilt ein Bänderriss in den meisten Fällen ohne Folgen aus. Der Betroffene kann nach einer bestimmten Zeit das beeinträchtigte Gelenk wieder voll belasten und seiner gewohnten sportlichen Aktivität nachgehen.

Grundsätzlich gibt es zwei Behandlungsmöglichkeiten bei einem Bänderriss: Bei der sogenannten konservativen Behandlung stellt der Sportmediziner das betroffene Band mit einer speziellen Schiene beziehungsweise einem Stütz- oder Gipsverband ruhig, sodass es heilen kann.

Abhängig vom betroffenen Gelenk und der Schwere der Verletzung kann bei einem Bänderriss aber auch eine Operation nötig sein. Das ist beispielsweise beim Skidaumen der Fall, den Orthopäden fast immer operativ behandeln.






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