Bänderriss: So beugen Sie vor

Veröffentlicht von: Till von Bracht (30. März 2016)

Einem Bänderriss können Sie vorbeugen, indem Sie sich fit halten und Ihre Koordinationsfähigkeit regelmäßig schulen. Beides ist natürlich keine Garantie dafür, dass durch eine "unglückliche" Bewegung nicht doch einmal ein Band verletzt wird oder gar reißt. Wer allerdings Fitness und Koordination regelmäßig trainiert, verringert nicht nur das Risiko für einen Bänderriss, sondern senkt auch die Gefahr für andere Sportverletzungen, wie zum Beispiel das Risiko einer Muskelzerrung oder eines Muskelfaserrisses.

Koordinationsübungen tragen in besonderer Weise dazu bei, einem Bänderriss vorzubeugen. So schulen sportartspezifische Technik- und Gleichgewichtsübungen gezielt die Fähigkeit der Muskulatur, die Gelenke in ihrer Stabilität zu unterstützen. Wer zum Beispiel regelmäßig versucht, auf einem Wackelbrett das Gleichgewicht zu halten, trainiert damit effektiv die Koordination der Beinmuskulatur und schützt Knie und Sprunggelenk vor Verletzungen.

Passende Sportschuhe

Neben Fitness und Koordination kann auch ein passender Sportschuh einem Bänderriss vorbeugen. Vermeiden Sie beispielsweise, Sportschuhe mit erhöhten Absätzen zu tragen. Mit solchen Schuhen knickt man leichter um. Mit erhöhten Absätzen sind zum Beispiel viele Laufschuhe ausgestattet. Die Laufschuhe haben höhere Absätze, weil die Hersteller zusätzlich Dämpfungssohlen eingearbeitet haben. Eine besondere Dämpfung benötigen aber nur die wenigsten Läufer.

Ein Mann probiert einen Laufschuh in einem Sportgeschäft an. © Jupiterimages/Digital Vision

Basketballschuhe sind am Schaft über die Knöchel hinweg erhöht. Der Grund: Die Erhöhung stützt die Bänder und vermindert die Gefahr des Umknickens.

Basketball-Spieler tragen zudem nicht ohne Grund spezielle Sportschuhe. Sie müssen häufig springen und können beim Landen auf dem harten Hallenboden leichter umknicken. Deshalb sind Basketballschuhe am Schaft über die Knöchel hinweg erhöht. Die Erhöhung stützt die Bänder und vermindert die Gefahr des Umknickens. Außenbandrisse am Sprunggelenk sollen dadurch vermieden werden.