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Bänderriss

Bänderriss: Vorbeugen

Stand: 21. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Einem Bänderriss können Sie vorbeugen, indem Sie sich fit halten und Ihre Koordinationsfähigkeit regelmäßig schulen. Beides ist natürlich keine Garantie dafür, dass durch eine "unglückliche" Bewegung nicht doch einmal ein Band verletzt wird oder gar reißt. Wer allerdings Fitness und Koordination regelmäßig trainiert, verringert nicht nur das Risiko für einen Bänderriss, sondern senkt auch die Gefahr für andere Sportverletzungen, wie zum Beispiel das Risiko einer Muskelzerrung oder eines Muskelfaserrisses.

Koordinationsübungen tragen in besonderer Weise dazu bei, einem Bänderriss vorzubeugen. So schulen sportartspezifische Technik- und Gleichgewichtsübungen gezielt die Fähigkeit der Muskulatur, die Gelenke in ihrer Stabilität zu unterstützen. Wer zum Beispiel regelmäßig versucht, auf einem Wackelbrett das Gleichgewicht zu halten, trainiert damit effektiv die Koordination der Beinmuskulatur und schützt Knie und Sprunggelenk vor Verletzungen.

Passende Sportschuhe

Neben Fitness und Koordination kann auch ein passender Sportschuh einem Bänderriss vorbeugen. Vermeiden Sie beispielsweise, Sportschuhe mit erhöhten Absätzen zu tragen. Mit solchen Schuhen knickt man leichter um. Mit erhöhten Absätzen sind zum Beispiel viele Laufschuhe ausgestattet. Die Laufschuhe haben höhere Absätze, weil die Hersteller zusätzlich Dämpfungssohlen eingearbeitet haben. Eine besondere Dämpfung benötigen aber nur die wenigsten Läufer.

Ein Mann probiert einen Laufschuh in einem Sportgeschäft an.
Gute Sportschuhe können das Risiko für Bandverletzungen verringern.

Basketball-Spieler tragen zudem nicht ohne Grund spezielle Sportschuhe. Sie müssen häufig springen und können beim Landen auf dem harten Hallenboden leichter umknicken. Deshalb sind Basketballschuhe am Schaft über die Knöchel hinweg erhöht. Die Erhöhung stützt die Bänder und vermindert die Gefahr des Umknickens. Außenbandrisse am Sprunggelenk sollen dadurch vermieden werden.

Für Fußball-Spieler gilt: Sie sollten keine Fußballschuhe tragen, die mit besonders "griffigen" Stollen ausgestattet sind. Solche Stollen können die Gefahr eines Kreuzbandrisses erhöhen. Denn beim Fußball kann ein Kreuzbandriss entstehen, wenn der Fußballer den Körper schnell dreht, während der Fuß am Boden fixiert bleibt. Griffige Stollen verhindern ein "Mitdrehen" des Fußes, was die Kreuzbänder entlasten würde. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Fußballschuhe mit weniger "griffigen" Stollen zu tragen. Solche Schuhe bieten zwar weniger Standfestigkeit, erlauben dem Fuß dafür aber eine gewisse Flexibilität und entlasten dadurch die Bänder.

Weiterlesen: Bänderriss: Weitere Informationen

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