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Stand: 21. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
In der Therapie des Außenbandrisses ist heutzutage die konservative Behandlung das Mittel der Wahl. Zunächst unterstützen Kühlung und Lymphdrainage das Abschwellen des verletzten Gelenks. Eine Stabilitätsschiene (sog. Orthese) entlastet zudem die verletzten Außenbänder und stellt sie ruhig. Der Verletzte sollte die Stabilitätsschiene nach Möglichkeit rund sechs Wochen ohne Unterbrechung tragen, also auch beim Schlafen. Die Stabilitätsschiene fixiert das Sprunggelenk und verhindert so ein erneutes Umknicken des Fußes. Im Anschluss dienen physiotherapeutische Übungen dem Muskelaufbau und der Stabilisierung des Gelenks.
Eine Operation eines Außenbandrisses kann insbesondere dann erforderlich sein, wenn zum Beispiel Teile des Knochens oder des Knorpels beschädigt wurden. Das gilt auch für Außenbandrisse, bei denen das Sprunggelenk ganz oder teilweise ausgerenkt ist (sog. Luxation).
Bei einem Skidaumen – einem Bänderriss am Daumengrundgelenk – ist die Operation die Behandlungsmethode der Wahl. Der Operateur versorgt das verletzte Band, indem er es näht und eventuell wieder am Knochen fixiert. Kam es etwa durch den Bänderriss zu einem Abriss des Bandes vom Knochen, befestigt der Arzt das Band mit einem Draht oder einer Schraube. Danach stellt ein Gipsverband den Daumen bis zu sechs Wochen ruhig. Die anschließende Krankengymnastik dient der Mobilisierung des Gelenks und der Kräftigung der Muskulatur.
Ein nicht diagnostizierter oder nicht richtig behandelter und verheilter Skidaumen kann langfristig zu einem schmerzhaften Wackeldaumen führen. Das Gelenk bleibt infolge des Bänderrisses instabil. Auf Dauer besteht die Gefahr einer Arthrose. In einem solchen Fall lässt sich eine Operation oftmals nicht vermeiden. Der Operateur ersetzt dann das gerissene oder zerstörte Band durch eine sogenannte Bandplastik. Hierbei handelt es sich um ein Transplantat, das aus einer entbehrlichen Sehne des Unterarms gewonnen wird.
Ist das vordere Kreuzband gerissen, besteht die Therapie in der Regel in einer Operation am betroffenen Band. Der Operateur ersetzt dabei das gerissene Band durch ein Sehnentransplantat. Er bringt das Transplantat während einer Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) im geschädigten oder zerstörten Bereich des Kreuzbands an und befestigt es mit Schrauben oder durch Einpressen an Oberschenkelknochen und Schienbein. Nach der Operation dauert es sechs bis acht Monate, bis der Betroffene das Knie wieder voll belasten darf. In dieser Zeit steigert er mithilfe der Krankgengymnastik zunehmend die Belastung, kräftigt die Muskulatur und trainiert gezielt seine Koordinationsfähigkeit.
Reißt das hintere Kreuzband, kann eine konservative Therapie ausreichen. Der Verletzte erhält in diesem Fall eine spezielle Knieschiene, die er mindestens zwölf Wochen tragen muss. Wird der Kreuzbandriss allerdings erst Monate oder Jahre später erkannt – was aufgrund der oftmals fehlenden Symptome und Beschwerden häufig vorkommt – führt an einer Operation mit dem Einsatz einer Bandplastik kein Weg vorbei.
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