Bänderriss: Symptome

Veröffentlicht von: Till von Bracht (30. März 2016)

Ein Bänderriss zeigt sich durch verschiedene Symptome. Reißt das Band teilweise oder ganz, spüren Betroffene einen sehr starken und stechenden Schmerz. Der Schmerz "schießt" quasi ein, er tritt also sehr plötzlich auf.

Am betroffenen Gelenk bildet sich innerhalb weniger Minuten eine Schwellung. Beispielsweise entwickelt sich bei einem Außenbandriss am Sprunggelenk ein charakteristisches "Ei", also eine rundliche Schwellung am Knöchel.

Die genauen Symptome geben Hinweise darauf, ob es sich bei der Verletzung um eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss handelt.

  • Bei einer Bänderdehnung ist das Gewebe nur minimal verletzt ist: Dadurch lagert sich kein Blut ein und das Gelenk schwillt nur leicht an.
  • Bei einem Bänderriss bildet sich am Gelenk innerhalb weniger Minuten eine Schwellung und es entwickelt sich ein Bluterguss unter der Haut. Zusätzlich verliert das Gelenk maßgeblich an Stabilität. 

Bei einer Bandverletzung werden auch Blutgefäße verletzt, die das Bandgewebe versorgen. Austretendes Blut lagert sich im umliegenden Gewebe ein. Innerhalb der nächsten Stunden nach dem Bänderriss kann sich aus diesem Grund ein Bluterguss (Hämatom) unter der Haut entwickeln. Bei einem Bänderriss am Sprunggelenk und am Daumengrundgelenk (sog. Skidaumen) ist das zum Beispiel häufig der Fall.

Bei einem Kreuzbandriss bildet sich dagegen kein Bluterguss unter der Haut, da das Blut nicht aus dem Kniegelenk heraustritt.

Bänder tragen zusammen mit der Muskulatur zur Stabilität der Gelenke bei. Dementsprechend kann ein Gelenk durch einen Bänderriss maßgeblich an Stabilität verlieren.

Beispielsweise kann bei einem Außenbandriss am Knöchel der Verletzte den Fuß oftmals nur noch teilweise belasten, da die nötige Stabilität fehlt. Ist die Belastung des Gelenks nicht mehr möglich, weist dies in der Regel auf einen vollständigen Außenbandriss hin. Beim Skidaumen ist das Greifen gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich.