Startseite > Krankheiten > Bänderriss > Definition
Stand: 21. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Bänderriss reißen die Fasern eines Bandes ganz oder teilweise. Ein Bänderriss kann ein oder mehrere Bänder eines Gelenks betreffen. Den Bänderriss bezeichnen Sportmediziner auch als Bandruptur (Ruptur = Riss).
Grundsätzlich teilt man in der Medizin Verletzungen an den Bändern in drei Schweregrade ein:
Manche Bänder sind an einigen Stellen teilweise in der Gelenkkapsel verankert. Eine Gelenkkapsel umschließt ein Gelenk und verhindert, dass die Gelenkflüssigkeit austritt. In den meisten Fällen führt ein Bänderriss deswegen auch zu einer Verletzung der Gelenkkapsel. Aus diesem Grund sprechen Mediziner korrekterweise von einer Kapsel-Band-Verletzung.
Bänder (Ligamente) bestehen aus Bindegewebe und verbinden die Knochen eines Gelenks miteinander – im Gegensatz zu Sehnen, die Muskeln mit Knochen zusammenkoppeln. Die Bänder des Knies (z.B. das Kreuzband) sind zum Beispiel daran beteiligt, den Oberschenkelknochen mit dem Schien- und Wadenbein zu verbinden.
Bänder erfüllen unterschiedliche Funktionen. Aufgrund der jeweiligen Funktion unterteilt sie der Sportmediziner in drei Kategorien:
Teilweise oder vollständige gerissene Bänder sind nicht mehr in der Lage, ihre Funktion ausreichend zu erfüllen. Aus diesem Grund verliert das betroffene Gelenk durch einen Bänderriss in den meisten Fällen an Stabilität. Zusätzlich kann sich die Bewegungsfähigkeit des Gelenks einschränken.
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