Startseite > Krankheiten > Bänderdehnung (Bänderzerrung) > Definition
Stand: 27. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Bänderdehnung (Bänderzerrung) entsteht, wenn der normale Bewegungsspielraum der Bänder überschritten wird, sodass sie überdehnt werden. Die Bänderdehnung gehört neben dem Bänderanriss und dem Bänderriss zu den Bandverletzungen – sie ist die leichteste Form einer Bandverletzung. Bandverletzungen lassen sich in drei unterschiedliche Schweregrade einteilen:
Eine Bänderdehnung zeichnet sich durch leichte Schmerzen beim Auftreten und Bewegen des Knöchels und durch eine leichte Schwellung aus. Im Gegensatz zu einer Bandverletzung zweiten oder dritten Grades (Bänderanriss, Bänderriss) entstehen bei einer Bänderdehnung keine Risse des Gewebes, sodass das Gelenk stabil bleibt.
Bänder verlaufen an der Außenseite der Gelenke. Sie festigen die Gelenke und können Bewegungen führen und eingrenzen. Bänder werden durch Zellen des Bindegewebes aufgebaut und über Blutgefäße im Bereich des Übergangs zwischen Bändern und Knochen versorgt. Ihre Fasern sind in Wellenform angeordnet, um die einwirkenden Kräfte entsprechend abfedern zu können. Bei einer Bänderdehnung wird die einheitliche anatomische Form der Faseranordnung durch eine zu hohe Belastung des Bandes gestört.
Bandverletzungen der Außenbänder im oberen Sprunggelenk des Fußes gehören zu den häufigsten Verletzungen im Sport. Auch am Kniegelenk kommt es beim Sport oft zu einer Bandverletzung. Aber auch weitere Bänder des Sprunggelenks und die Fingergelenke können von einer Bänderdehnung betroffen sein.
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