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Azoospermie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Azoospermie finden sich im Ejakulat keine reifen männlichen Samenzellen. Männer mit Azoospermie sind unfruchtbar – es handelt sich somit um eine Fruchtbarkeitsstörung.

Als Ursachen für eine Azoospermie kommen zum Beispiel Entwicklungsstörungen der Spermien, Verengungen und Unterbrechungen im Bereich der ableitenden Samenwege, aber auch genetische Defekte infrage. Auch Erkrankungen wie Mumps nach der Pubertät oder verschiedene Geschlechtskrankheiten können dazu führen, dass das Sperma keine reifen Samenzellen enthält.

Eine Azoospermie bereitet keine Beschwerden und wird daher von den betroffenen Männern häufig erst wahrgenommen, wenn ein unerfüllter Kinderwunsch besteht. Eine wichtige Rolle bei der Diagnose spielt dann eine Spermauntersuchung, bei der ein sogenanntes Spermiogramm erstellt wird. Anhand des Spermiogramms kann der Arzt erkennen, wie das Sperma zusammengesetzt ist, zum Beispiel ob es ausreichend Spermien enthält. Um die Ursache der Azoospermie zu klären, ist eine weiterführende Diagnostik notwendig, die von hormonellen über bildgebende Verfahren bis hin zu genetischen Tests reichen kann.

Die Behandlung der Azoospermie richtet sich nach den zugrunde liegenden Ursachen. In einigen Fällen ist eine erfolgreiche Therapie jedoch nicht möglich.

Für Männer beziehungsweise Paare mit Kinderwunsch kann eine Azoospermie eine starke Belastung darstellen. Lässt sich die Azoospermie nicht behandeln, kann es sinnvoll sein, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Manchmal besteht die Möglichkeit, den Kinderwunsch durch eine künstliche Befruchtung oder eine Adoption zu erfüllen.

Nicht immer ist es möglich, einer Azoospermie vorzubeugen, zum Beispiel bei genetischen Veränderungen, welche die Entwicklung oder Reifung der Spermien beeinträchtigen. Sind bestimmte Krankheitserreger die Ursache, können Sie einige vorbeugende Maßnahmen treffen, um sich nicht zu infizieren: Vor Mumps kann eine entsprechende Impfung schützen. Kondome verhindern zudem, dass Sie sich mit Geschlechtskrankheiten anstecken, die zur Azoospermie führen können.

Wenn der Kinderwunsch über einen längeren Zeitraum unerfüllt bleibt, sollten Paare auch an eine Azoospermie denken und dies von einem Urologen medizinisch abklären lassen!



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