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Azoospermie

Hormonelle Störungen des Gehirns

Stand: 31. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron wird durch bestimmte Hormone aus dem Gehirn angeregt. Testosteron ist wichtig für die Spermatogenese. Die sogenannte Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-Genital-Achse besteht aus verschiedenen Hormonen, die jeweils zu einer Hormonausschüttung im nächsten Organ beitragen und mit der Bildung von Spermien enden. Liegt an einem Punkt der Achse eine Störung vor, wird die Produktion der Samenzellen beeinträchtigt oder verhindert. Die Störung ist im Gegensatz zu den anderen Ursachen der Azoospermie selten und kann sowohl erworben als auch angeboren sein.

Genetische Faktoren

Eine Azoospermie kann auf genetische Veränderungen zurückzuführen und somit angeboren sein. Es handelt sich dann vorwiegend um Abweichungen in der Anzahl der Geschlechtschromosomen XY. Beispiele für genetische Defekte bei der Azoospermie sind das Klinefelter- oder das Prader-Willi-Syndrom. Azoospermie wird aber ebenso bei Männern mit Trisomie 21 beobachtet.

Weiterlesen: Azoospermie: Symptome

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