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Azoospermie

Azoospermie: Symptome

Stand: 31. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Azoospermie ist das charakteristische Symptom die Störung der Fruchtbarkeit des Manns mit nachfolgender ungewollter Kinderlosigkeit. Bleibt ein Paar trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs über ein Jahr lang kinderlos, liegt definitionsgemäß bei einem oder beiden Partnern eine Störung vor.

Azoospermie: Diagnose

Bei einer Azoospermie beginnt die Diagnose mit einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt. Dabei wird auch nach relevanten Gegebenheiten wie in der Vergangenheit erfolgreiche Schwangerschaften der Partnerin, Pubertätsentwicklung, Erkrankungen in der Vorgeschichte und in der Familie, Operationen und Medikamenteneinnahmen, Infektionen im Genitalbereich und beruflicher Exposition mit schädigenden Mitteln gefragt. Auch Angaben zum sexuellen Verhalten können die Diagnose erleichtern.

Bei der körperlichen Untersuchung werden meist nicht nur die Genitalien, sondern der gesamte Körper untersucht. Es wird nach Zeichen von Verminderung männlicher Geschlechtshormone gesucht, welche die Azoospermie begleiten können. Der Fokus liegt dabei auf den sekundären Geschlechtmerkmalen (Behaarung, Stimmlage, Fettverteilung etc.) und Zeichen der Feminisierung, wie Brustentwicklung. Darüber hinaus werden Penis und Hoden auf Auffälligkeiten untersucht.

Die Diagnose einer Azoospermie wird anhand einer Analyse des Spermas (Spermiogramm) gestellt. Das dazu benötigte Ejakulat wird durch Masturbation nach einer vier bis sechstägigen sexuellen Karenzzeit gewonnen. Dabei sollten mindestens zwei bis drei separat gewonnene Spermaproben untersucht werden. Diese werden bezüglich verschiedener Parameter auf Azoospermie überprüft:

  • Farbe, Geruch, Konsistenz/Viskosität (Zähigkeit)
  • pH-Wert, Fruktosegehalt, Volumen
  • bakterielle Besiedlung
  • Spermiendichte, Beweglichkeit, Vitalität, Aussehen der Spermien

Zur Diagnose der Azoospermie ist eine Untersuchung des Spermas unter dem Mikroskop notwendig. Dabei werden die Beweglichkeit, die Anzahl und das Aussehen der Spermien beurteilt. Bei der Azoospermie sind im Ejakulat keine Spermien vorhanden. Des Weiteren können andere abnorme Parameter des Ejakulats auffallen, welche Hilfe bei der Suche nach Ursachen der Azoospermie liefern. Da eine Azoospermie sowohl durch eine gestörte Entwicklung der Spermien als auch durch eine Störung im Bereich der ableitenden Samenwege oder aber durch genetische Faktoren verursacht werden kann, sind vielfältige weitere Untersuchungen notwendig, um die Ursache abzuklären. Dazu gehören unter anderem:

  • Hormonuntersuchungen
  • genetische Tests
  • Immunologische Untersuchungen
  • Durchgängigkeitsprüfungen der ableitenden Samenwege
  • Probeentnahmen aus dem Hoden
  • bildgebende Verfahren der Hoden

Weiterlesen: Azoospermie: Therapie

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