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AzoospermieAzoospermie: DefinitionStand: 31. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Unter einer Azoospermie versteht man das Fehlen von Spermien im Ejakulat. Spermien sind die reifen männlichen Samenzellen, die im Hoden gebildet werden. Die Azoospermie gehört zu den Störungen der Fruchtbarkeit (Fertilitätsstörungen) beim Mann. Von einer Fruchtbarkeitsstörung wird dann gesprochen, wenn trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Schwangerschaftsverhütung nach einem Jahr keine Befruchtung stattgefunden hat. Jede sechste Ehe bleibt heutzutage kinderlos. In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Paare betroffen. Dabei ist bei etwa 40 Prozent der kinderlosen Paare die Ursache für die ungewollte Kinderlosigkeit beim Mann zu finden. Die Azoospermie gilt dabei als eine der Ursachen. SpermienIm Hoden befinden sich als Ursamenzellen die sogenannten Spermatogonien. Zusätzlich sind Stützzellen (Sertoli-Zellen) zu finden. Die Stützzellen ernähren die Samenzellen. Sie bilden ein schwammartiges Netzwerk, welches die Entwicklung von Spermatogonien bis hin zu reifen Samenzellen fördert. Wenn sich eine Spermatogonie teilt, entstehen zwei Zellen. Eine dieser Zellen nimmt den Platz der ursprünglichen Spermatogonie ein und bleibt somit eine Ursamenzelle, die sich später erneut teilen kann. Die zweite bei der Teilung entstandene Zelle entwickelt sich zu einem sogenannten Spermatozyt. Aus den Spermatozyten entstehen nach Reifeteilungen die Spermatiden, die mit 23 Chromosomen bereits nur noch den halben Chromosomensatz besitzen. Aus den Spermatiden entwickeln sich schließlich die reifen Samenzellen (Spermien). Der Prozess der Entwicklung eines reifen Spermiums aus der Spermatogonie wird als Spermatogenese bezeichnet und dauert beim Menschen etwa 90 Tage. Spermien bestehen aus Kopf, Hals, Mittelstück und Schwanz. Der Kopf des Spermiums enthält den Zellkern und das wie eine Kappe auf dem Zellkern sitzende Akrosom. Das Akrosom enthält Enzyme, welche die Schutzhülle der Eizelle auflösen und das Eindringen der Spermien in die Eizelle ermöglichen. Die Spermien bilden zusammen mit dem Sekret der Nebenhoden, der Samenbläschen, der Prostata und einiger weiterer kleinerer Drüsen das Sperma beziehungsweise Ejakulat. Das Sperma wird umgangssprachlich als Samenflüssigkeit oder kurz als Samen bezeichnet. Es handelt sich um eine weißlich trübe, schwach alkalische, klebrige, fadenziehende Flüssigkeit mit einem charakteristischen Geruch. Im Allgemeinen werden bei einer Ejakulation etwa drei bis sechs Milliliter Sperma abgegeben. Im Regelfall sind pro Milliliter Sperma mehrere Millionen Spermien vorhanden. Bei der Azoospermie dagegen fehlen die Spermien und der Mann ist unfruchtbar. Von einem normalen Sperma (Normospermie) spricht man, wenn mehr als 40 Millionen Spermien pro Milliliter Sperma vorhanden sind und mehr als 60 Prozent aller Spermien ein normales Aussehen und eine normale Beweglichkeit aufweisen. Weiterlesen: Azoospermie: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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