Autismus: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. März 2016)

Wie sich ein Kind mit Autismus entwickelt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der individuelle Verlauf kann von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein.

Zwar bleibt ein Autist in der Regel ein Leben lang autistisch. Der Verlauf einer autistischen Störung hängt jedoch insbesondere davon ab, welche Form von Autismus vorliegt und wie stark die Entwicklung eingeschränkt ist.

Beim Asperger-Syndrom sind die autistischen Züge eher milde ausgeprägt. Menschen mit Asperger-Syndrom können als Erwachsene ihren Alltag meist selbstständig gestalten und einen Beruf ausüben. Viele leben allerdings isoliert und bauen keine näheren Beziehungen mit anderen Menschen auf.

Ein Mann schaut nachdenklich aus dem Fenster eines Hochhauses © Jupiterimages/Comstock Images

Personen mit Asperger-Syndrom sind als Erwachsene meist in der Lage, allein für sich zu sorgen. Intensive Kontakte knüpfen sie jedoch in der Regel nicht.

Menschen, die von anderen Formen des Autismus betroffen sind (z.B. frühkindlicher Autismus, Rett-Syndrom), benötigen meist starke Unterstützung bei ihrer Lebensführung. Vor allem autistische Menschen, deren geistige Entwicklung zurückgeblieben ist, leben häufig in sozialen Einrichtungen. In der Regel können frühkindliche Autisten keinem normalen Alltag nachgehen. Besserungen treten nur in Einzelfällen auf. Das Rett-Syndrom nimmt einen fortschreitenden Verlauf, die Betroffenen sind im Lauf ihres Lebens zunehmend pflegebedürftig.

Vorbeugen

Autismus kann man nicht vorbeugen. Jedoch gilt: Je früher eine autistische Störung erkannt wird, desto besser kann das Kind in seiner Entwicklung gefördert werden.

Symptome wie eine gestörte Kommunikationsfähigkeit, sozialer Rückzug oder eingeschränkte Verhaltensweisen können viele Ursachen haben – manchmal können sie Anzeichen für eine tiefgreifende Entwicklungsstörung wie Autismus sein. Wenn Sie bei Ihrem Kind Auffälligkeiten beobachten, sollten Sie Ihren Arzt zurate ziehen.


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