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Stand: 30. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Weitere mögliche Autismus-Ursachen sind neurologische Faktoren: So konnte man bei der Untersuchung autistischer Kinder gestörte Gehirn-Wellenmuster und eine verminderte Durchblutung des Gehirns feststellen. In manchen Fällen von Autismus sind bestimmte Gehirngebiete unterentwickelt, die für die Sprachentwicklung, die Intelligenz und das Sozialverhalten verantwortlich sind. Das Ausmaß der Veränderungen scheint mit der Schwere des Autismus zusammenzuhängen.
Dass neurologische Faktoren die Ursachen für Autismus sein können, ergibt sich außerdem daraus, dass bei bis zu 30 Prozent der Erwachsenen, die in der Kindheit schwere autistische Symptome zeigten, epileptische Anfälle auftreten.
Darüber hinaus ist das Autismus-Risiko eines Babys um etwa das Zehnfache erhöht, wenn seine Mutter während der Schwangerschaft Röteln hatte. Der Grund: Erkrankungen, die das zentrale Nervensystem schädigen, können die Ursachen für Störungen sein, die dem Autismus gleichen. Zu solchen Erkrankungen gehören zum Beispiel die Gehirnentzündung (Enzephalitis) und die Gehirnhautentzündung (Meningitis).
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