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Autismus

Autismus: Symptome

(Stand: 21. Januar 2009)

Autismus zeigt sich durch verschiedene Symptome. Allerdings treffen die Beschreibungen nicht auf alle Autisten gleichermaßen zu. So sind die Symptome bei Menschen mit einem Asperger-Syndrom in der Regel weniger ausgeprägt als bei Menschen mit frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) oder Rett-Syndrom.

Außerdem treten die ersten Auffälligkeiten bei den Betroffenen in unterschiedlichen Lebensaltern zum Vorschein:

  • Frühkindlicher Autismus: Beginn im Säuglingsalter
  • Asperger-Autismus: Beginn im Kindergarten- oder Grundschulalter
  • Rett-Syndrom: Beginn zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 4. Lebensjahr

Generell äußert sich Autismus in verschiedenen Lebensbereichen:

  • Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Gestörte Kommunikation und Sprache
  • Begrenzte Interessen sowie stereotype Bewegungen und Verhaltensweisen

Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen

Autisten neigen dazu, sich von ihrer Umwelt abzukapseln. Manche wirken auf unbestimmte Art seltsam und unnahbar. Es fällt ihnen schwer, sich in die Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen und deren Gedanken zu verstehen. Zudem sind Autisten nur eingeschränkt in der Lage, dauerhafte und vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Auf Kontaktversuche reagieren sie meist abweisend: Sie weichen Blickkontakten aus und lehnen Körperkontakt, wie zum Beispiel Umarmungen oder Berührungen, sehr stark ab. In schweren Fällen suchen sie Kontakt über Riechen, Tasten oder andere Sinneskanäle – oft sind diese Versuche mit bestimmten Ritualen verbunden. Beim Spielen beziehen sie andere Menschen nicht mit ein und bleiben lieber für sich.

Im Vergleich zu gesunden Kindern zeigen sie kaum Nachahmungsverhalten. So erwidern sie zum Beispiel beim Verabschieden kein Winken. Vielen Autisten fällt es schwer, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu äußern. Sind autistische Kinder traurig, suchen sie meist nicht nach Trost oder können ihren Wunsch nach Trost nicht angemessen ausdrücken.

Der frühkindliche Autismus (Kanner-Syndrom) ist einer der Hauptformen des Autismus. Das Sozialverhalten ist bei den Betroffenen bereits im Säuglingsalter auffällig. So sehen sie zum Beispiel andere Menschen nicht an, begrüßen sie nicht und suchen auch keinen Körperkontakt zu ihren Eltern. Für viele Kinder scheinen die Mitmenschen gar nicht zu existieren. Wenn sie älter werden, fallen die sozialen Beeinträchtigungen nicht mehr in dem Maße auf – allerdings meiden sie weiterhin andere Kinder und Mitmenschen. Sie kapseln sich mehr oder weniger von ihrer Umwelt ab und nehmen nur mit vertrauten Menschen Kontakt auf.

Menschen mit Asperger-Syndrom zeigen die ersten Auffälligkeiten erst im Kindergarten oder in der Grundschule. Sie fallen auf, weil sie nur sehr begrenzt Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen und isoliert wirken. Die Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen sind jedoch meist weniger tiefgreifend als beim frühkindlichen Autismus.

Das Rett-Syndrom betrifft ausschließlich Mädchen. Es ist eine angeborene Form des Autismus bei dem die ersten Symptome zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 4. Lebensjahr auftreten. Sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung der Mädchen verlangsamt sich plötzlich oder bricht ab; ihre Fähigkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, geht verloren.

Kinder, die von einem atypischen Autismus betroffen sind, entwickeln die Symptome etwa ab dem 3. Lebensjahr. Die Auffälligkeiten äußern sich allerdings "milder" als bei Menschen mit frühkindlichem Autismus.

Weiterlesen: Autismus: Symptome – Gestörte Kommunikation und Sprache

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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