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Stand: 30. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Autismus-Diagnose ist nicht ganz leicht zu stellen, denn: Nicht jedes Baby, das sich nicht für seine Umwelt interessiert, ist autistisch. Und auch manche Kinder im Kindergarten oder in der Grundschule möchten gerne für sich sein, ohne dass ein leichter frühkindlicher Autismus oder ein Asperger-Syndrom dahinterstecken. Auch andere Probleme wie zum Beispiel Angststörungen können der Grund für ein solches Verhalten sein.
Bei Verdacht auf eine autistische Störung befragt der Arzt (ein Kinder- und Jugendpsychiater) zur Diagnose zunächst die Eltern gezielt nach typischen Verhaltensweisen. Zu den übergeordneten Symptomen des Autismus gehören:
Für die Autismus-Diagnose sind außerdem ein vorgefertigter Fragebogen und sorgfältiges Beobachten der Kinder nützlich: Beides hilft dem Arzt, sich ein umfassendes Bild zu machen. Allerdings vergeht oft viel Zeit, bis es gelingt, eine autistische Störung sicher festzustellen.
Besteht ein Verdacht auf Autismus, ist es außerdem notwendig, bei der Diagnose andere Erkrankungen auszuschließen: Beispielsweise könnten Psychosen oder eine Intelligenzminderung ein Verhalten erklären, das scheinbar autistische Züge trägt. Darüber hinaus liefern Untersuchungen in den Bereichen Wahrnehmung (Sehen, Hören), Sozialverhalten, Motorik, Sprache und Intelligenz genauere Informationen über die jeweiligen Schwächen und Stärken der Betroffenen.
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