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Autismus

Häufigkeit

Stand: 30. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die verschiedenen Formen von Autismus treten mit unterschiedlicher Häufigkeit auf:

  • Ein frühkindlicher Autismus (Kanner-Syndrom) tritt bei 2 bis 5 von 10.000 Kindern auf. Jungen sind von dieser Autismus-Form 3- bis 4-mal häufiger betroffen als Mädchen.
  • Das Asperger-Syndrom betrifft fast nur Jungen. Die Häufigkeit liegt bei 3 von 10.000 Kindern.
  • Das Rett-Syndrom findet sich bei 1 von 15.000 bis 20.000 Mädchen. Jungen zeigen diese eher leichte Form von Autismus gar nicht.

Historisches

Den Begriff Autismus (griech.: autos = selbst; ismos = Zustand) prägte der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler im Jahr 1911. Als autistisch bezeichnete man damals Menschen mit einer Schizophrenie, die stark selbstbezogen und sozial zurückgezogen lebten.

Erst im Jahr 1943 beschrieb der amerikanische Psychiater Leo Kanner Autismus als eigenständige Krankheit, die in der Kindheit beginnt. Damit grenzte er Autismus von der Schizophrenie ab. Das von Kanner beschriebene Krankheitsbild ist heute als frühkindlicher Autismus beziehungsweise Kanner-Syndrom bekannt und steht meist für den in der Allgemeinheit verwendeten Begriff des Autismus.

Erst seit den 1980er Jahren ist Autismus allgemein als eigenes Krankheitsbild anerkannt.

Das breitere Publikum lernte den Autismus durch den Film Rainman kennen: Darin stellt der US-amerikanische Schauspieler Dustin Hoffman auf beeindruckende Weise die Schwierigkeiten von Autismus bei Erwachsenen dar.

Weiterlesen: Autismus: Ursachen

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