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Augenverletzungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. Juli 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Schlag aufs Auge, der Kontakt mit einer ätzenden Flüssigkeit oder ein kleines Insekt, das beim Fahrradfahren ins Auge fliegt – für Augenverletzungen kommen viele verschiedene Ursachen infrage.

Auch das Ausmaß der Augenverletzung fällt sehr unterschiedlich aus: Grundsätzlich können Augenverletzungen leicht oder schwerwiegend sein, weshalb Mediziner sie in

  • oberflächliche
  • und perforierende (intraokulare) Verletzungen

unterteilen.

Perforierende Augenverletzungen entstehen meist durch eindringende Fremdkörper, wie zum Beispiel Glassplitter oder Äste. Sie sind in der Regel so schwerwiegend, dass ein Chirurg sie operieren muss.

Darüber hinaus können Augenverletzungen an verschiedenen Stellen des Auges auftreten. Das menschliche Auge setzt sich aus dem Augapfel (Bulbus oculi) und seinen Anhangsorganen zusammen, welche sich wiederum in viele verschiedene Schichten und Strukturen gliedern lassen.

Augenverletzungen können einen oder mehrere dieser Bereiche schädigen:

  • Lid und Tränenwege
  • Bindehaut
  • Hornhaut
  • Lederhaut
  • Linse
  • Iris und Ziliarkörper
  • Netzhaut
  • Sehnerv
  • Orbitalbogen

Ein Großteil der Augenverletzungen ist durch Verletzungen von außen bedingt – Mediziner sprechen auch von sogenannten Traumen.

Dabei kann ein stumpfer Gegenstand der Auslöser sein, wie zum Beispiel ein Squashball, der beim Spielen auf das Auge prallt, oder das Lenkrad eines Autos bei einem Verkehrsunfall. Vorkommnisse wie ein Hundebiss oder Verletzungen durch scharfe Gegenstände verursachen meist eine Schnitt- oder Risswunde am Auge.

Augenverletzungen können allerdings auch entstehen, wenn man zu lange direkt in die Sonne blickt oder ätzende Chemikalien in die Augen gelangen. Zudem ist es möglich, dass ein oder mehrere Fremdkörper unter ein Augenlid geraten (z.B. Sand oder ein Insekt) und so eine Augenverletzung hervorrufen.

Augenverletzungen sind meist sehr unangenehm für die Betroffenen. Häufig ist es schwierig, selbst einzuschätzen, ob es sich um eine schwere oder leichte Verletzung handelt. Daher sollten Sie in jedem Fall bei einer Verletzung des Auges einen Arzt aufsuchen.

Doktern Sie bei einer Augenverletzung nicht selbst an Ihrem Auge herum! Beim Versuch, größere Fremdkörper wie Splitter selbst aus dem Auge zu entfernen, können Sie das Auge noch mehr verletzen.

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Ein Augenarzt kann mit einigen speziellen Instrumenten unterschiedliche Bereiche des Auges einsehen und untersuchen und so das Ausmaß von Augenverletzungen erkennen.

Die Prognose einer Augenverletzung hängt von ihrem Schweregrad ab. In den meisten Fällen handelt es sich um leichte Verletzungen, die ein Augenarzt ambulant behandeln kann oder welche sogar selbstständig abheilen. In etwa 15 von 100 Fällen liegen jedoch schwere Verätzungen oder Verletzungen des Augapfels vor, die Komplikationen bis hin zur Erblindung nach sich ziehen können.

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