Augenverletzungen: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. Juli 2015)

Häufig ist es schwierig, selbst einzuschätzen, ob es sich um schwere oder leichte Augenverletzungen handelt. Damit es im weiteren Verlauf nicht zu bleibenden Schäden des Auges kommt, sollten Sie im Zweifel immer einen Arzt aufsuchen.

Unbehandelte Augenverletzungen können Narben und Hornhauttrübungen zur Folge haben sowie dauerhafte Sehstörungen nach sich ziehen. Wird eine Augenverletzung schnell versorgt, bleibt das Sehvermögen jedoch in den meisten Fällen erhalten.

Prellungen können alle Strukturen des Auges betreffen und auch erst Jahre später noch zu Komplikationen führen – wie etwa

  • Linsentrübungen,
  • Blutungen im Auge,
  • Entzündungen,
  • einem Anstieg des Augeninnendrucks
  • und einer Netzhautablösung
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen handelt es sich bei Prellungen jedoch um oberflächliche Augenverletzungen, die selbstständig abheilen.

Bei sehr starker Gewalteinwirkung kann außerdem die Augapfelwand einreißen. Augen mit vorangegangenen Operationen, wie beispielsweise eine Operation des Grauen Stars (Katarakt), sowie anderweitig vorgeschädigte Augen sind besonders gefährdet.

Bei intraokularen Augenverletzungen kann es im weiteren Verlauf zu erheblichen Komplikationen bis hin zur Erblindung kommen. Ist der Augapfel betroffen, kann der Innendruck sinken, es kann zu Hornhautverkrümmungen und Linsentrübungen kommen. Verschleppte Keime können schwere Entzündungen hervorrufen sowie eitrige Abkapselungen (Abszesse) und dabei den Sehnerv schädigen.

Seltene, aber teils schwerwiegende Folgen von Augenverletzungen können im weiteren Verlauf sein:

  • Fehlstellungen der Augenlider (Ektropium, Entropium) sowie der Augäpfel
  • Schielen
  • Doppelbilder
  • erhöhter/verminderter Augeninnendruck
  • Linsentrübungen
  • Einschränkung von Lidschluss, Augenbewegung, Pupillenöffnung und Akkommodation (Nah- und Ferneinstellung des Auges) durch verletzte Muskeln und Nerven
  • Kopfzwangshaltungen (z.B. infolge von Augenmuskellähmungen oder Augenzittern)
  • Bindehautentzündungen und Hornhautentzündungen durch Keimverschleppung
  • Glaskörperveränderungen
  • Netzhautablösung
  • Beeinträchtigung des Sehnervs durch darauf drückende Schwellungen
  • Grüner Star (Glaukom) durch Prellung und Stauung des Kammerwassers im Kammerwinkel

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