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Sehtest

Stand: 28. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Der Sehtest ist ein wichtiger Bestandteil einer Augenuntersuchung, bei dem der Arzt die Sehschärfe (Visus) des Auges prüft. Spezialist für den Sehtest ist der Augenarzt. Wenn keine Augenuntersuchung sondern beispielsweise nur eine neue Sehhilfe nötig ist, kann auch ein Optiker die Sehschärfe testen.

Die Sehschärfe entspricht dem Auflösungsvermögen, also der Fähigkeit, aus einer bestimmten Entfernung zwei nahe beieinander liegende Punkte noch als getrennt voneinander wahrnehmen zu können. Die normale Sehschärfe entspricht einem sogenannten Visus von 1 (100 Prozent).

Beim Sehtest unterscheidet man zwischen dem Nahvisus und dem Fernvisus. Der Nahvisus ist die Sehschärfe aus einer Entfernung von 40 cm und wird beispielsweise zum Lesen benötigt. Der Fernvisus ist die Sehschärfe ab einer Entfernung von einem Meter. Mit zunehmendem Alter nimmt der Visus zwar ab, aber für viele alltägliche Tätigkeiten reicht eine Sehschärfe von 0,6 bis 0,7 aus. Beim Autofahren oder Fernsehen ist dann jedoch eine Sehhilfe nötig.

Die Sehschärfe hängt aber nicht nur vom Auflösungsvermögen unserer Netzhaut (dem Augenhintergrund, auf den das Bild der projiziert wird) ab, sondern auch von den Brechungs- beziehungsweise Refraktionseigenschaften des gesamten optischen Apparats (Linse, Hornhaut und Länge des Augapfels). Dieser bricht und bündelt das Licht, welches in unser Auge gelangt, damit auf der Netzhaut ein scharfes Bild entstehen kann. Durch einen Sehtest lassen sich auch Veränderungen des optischen Apparats ermitteln. Ist beispielsweise der Augapfel zu lang, kommt es zur Kurzsichtigkeit, da der Brennpunkt der Lichtstrahlen nicht genau auf, sondern kurz vor der Netzhaut liegt. Umgekehrt verhält es sich, wenn der Augapfel im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz ist. Dann entsteht das scharfe Bild erst hinter der Netzhaut – der Betroffene ist dann weitsichtig.

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