Startseite > Vorwölbung des Augapfels
Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Verwölbung des Augapfels wird medizinisch als Exophthalmus bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein krankhaftes, ein- oder beidseitiges Hervortreten des Augapfels aus der Augenhöhle (Orbita). Der umgekehrte Fall, das heißt ein nach hinten gesunkenes Auge, wird Enophthalmus genannt.
Die Vorwölbung kann in der Folge die Beweglichkeit des Augapfels einschränken und das Schließen des Augenlids verhindern. Mögliche Begleitbeschwerden, die aufgrund eines Exophthalmus auftreten können, sind zum Beispiel sogenannte Doppelbilder durch eine Beeinflussung der Augenmuskulatur und der Orbitalnerven, eine Schwellung der Bindehaut (Chemosis), eine Austrocknung der Hornhaut (Xerophthalmie) oder Entzündungen. Häufig treten auch Schmerzen auf.
Ein Exophthalmus kann in sechs Schweregrade eingeteilt werden:
Die Therapie bei einer Vorwölbung des Augapfels richtet sich nach der jeweiligen Ursache des Exophthalmus. Ziel ist es vor allem, Komplikationen zu vermeiden. Daher ist es wichtig, das Auge feucht zu halten, zum Beispiel mit künstlicher Tränenflüssigkeit. Ist die Vorwölbung des Augapfels Folge einer Grunderkrankung wie einer Schilddrüsenerkrankung, muss diese behandelt werden. Ist etwa ein Abszess oder eine Entzündung (Phlegmon) Ursache des Exophthalmus, verschreibt der Arzt Antibiotika. Manchmal ist es auch nötig, einen Abszess chirurgisch zu öffnen und zu entleeren. Bedingen Tumoren die Vorwölbung des Augapfels, entfernt der Arzt diese operativ.
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