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Forenexpertin: Dr. Anja Liekfeld
Forum Augenheilkunde
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Stand: 28. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Kontaktlinsen sind – zumindest in der Theorie – ein durchaus historisches Hilfsmittel: Bereits 1636 beschrieb René Descartes die Idee einer direkt auf dem Auge getragenen Linse. Weitere Vorarbeit leisteten die Forscher Kalt, Fick und Müller Ende des 19. Jahrhunderts, als sie als Erste kleine Glaslinsen auf erkrankte Augen setzten und als Kontaktbrille tragen ließen. Die Versuche scheiterten jedoch aufgrund schwerer Augenreizungen.
Die ersten brauchbaren Kontaktlinsen stellte man gegen 1900 her. Dabei handelte es sich um große Haftschalen aus Glas, die dem Zweck dienen sollten, verschiedene entzündliche und degenerative Augenerkrankungen zu behandeln. Ein Ausgleich der Fehlsichtigkeit wurde erst möglich, als es gelang, die Linsen mit der nötigen Präzision einzuschleifen. So wurden um 1900 Kontaktlinsen zum Ausgleich der Kurzsichtigkeit entwickelt. Die ältesten Linsen waren mit einem Durchmesser von 23 Millimetern eher unkomfortabel zu tragen.
In den 1930er Jahren wurden die ersten Hornhautlinsen aus durchsichtigen Kunststoffen entwickelt. Als Anfang der 1960er Jahre schließlich die Bildung weicher, wasserspeichernder Kunststoffe gelang, war es auch möglich, flexible Kontaktlinsen herzustellen.
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