Startseite > Augenlaser-Behandlung > LASIK (laserassistierte In-situ-Keratomileusis)
Forenexpertin: Dr. Anja Liekfeld
Forum Augenheilkunde
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Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die zurzeit am häufigsten angewendete Augenlaser-Behandlung zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit (meist einer Kurzsichtigkeit) ist die LASIK (laserassistierte In-situ-Keratomileusis). Der Begriff Keratomileusis kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Schnitzen der Hornhaut (mit Laser).
Die Laserbehandlung durch LASIK erfolgt ambulant bei einem spezialisierten Augenarzt, in einem Augenzentrum oder in einer Augenklinik. Wenn vorgesehen ist, beide Augen mit dem Laser operativ zu korrigieren, kann dies an zwei aufeinanderfolgenden Terminen geschehen. In vielen Fällen ist es allerdings auch möglich, beide Augen in der gleichen Operation zu lasern. Vor der Augenlaser-Behandlung durch LASIK ist es notwendig, die Augen gründlich zu untersuchen. Die Untersuchung besteht unter anderem darin,
Schließlich betäubt man bei der Augenlaser-Behandlung durch LASIK das Auge mit Tropfen; eine Narkose ist nicht notwendig. Auf Wunsch erhalten die Betroffenen auch ein Beruhigungsmittel. Die Operation selbst dauert nur wenige Minuten. Aufgrund der örtlichen Betäubung durch Augentropfen ist der Eingriff schmerzfrei.
Bei der LASIK löst man – im Unterschied zur Augenlaser-Behandlung durch PRK (photorefraktive Keratektomie) oder LASEK – nicht die oberste Schicht der Hornhaut (= Epithel) ab. Vielmehr erfolgt die LASIK direkt im Inneren der Hornhaut (Hornhautstroma). Um an das Hornhautstroma zu gelangen, trennt der Operateur zunächst mit einem computergesteuerten mikrochirurgischen Messerchen (Mikrokeratom) ein dünnes Scheibchen der Hornhaut (ein sog. Flap) teilweise ab und klappt es wie einen Deckel weg. Dann schleift er das Stroma der Hornhaut mit dem sogenannten Excimerlaser, der durch Verdampfung Gewebe abträgt, nach vorheriger Berechnung individuell. Danach klappt der Operateur das Hornhautscheibchen wieder zurück und drückt es an. Das Hornhautscheibchen saugt sich von selbst fest – eine Naht ist nicht nötig.
Die derzeit technisch modernste Methode der Augenlaser-Behandlung zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist die Femto-LASIK (laserassistierte In-situ-Keratomileusis mit Femtosekunden-Laser). Ihr Ablauf ähnelt dem einer normalen LASIK-Operation. Der Unterschied ist die sogenannte Nur-Laser-Strategie: Sowohl, um das Hornhautscheibchen abzutrennen, als auch, um die Hornhaut zu schleifen, verwendet der Operateur einen Laser. Für Ersteres kommt der Femtosekunden-Laser zum Einsatz: Dieser strahlt Lichtimpulse im Femtosekunden-Bereich aus und trägt eine hauchdünne Hornhautschicht ab, indem er kleine Explosionen in einer genau ermittelten Ebene aneinanderreiht. Anschließend klappt der Operateur das Hornhautdeckelchen zur Seite und schleift mit dem Excimerlaser die Hornhaut zur eigentlichen Sehkorrektur.
Die Femto-LASIK ist vor allem bei Augen mit sehr dünnen Hornhäuten von Nutzen, weil der Laserschnitt bei dieser Augenlaser-Behandlung noch genauer ist.
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