Startseite > Krankheiten > Augenerkrankungen > Weitsichtigkeit (Hyperopie, Hypermetropie) > Definition
Stand: 3. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Weitsichtigkeit (Hyperopie, Hypermetropie) ist durch unscharfes Sehen bei entspanntem Auge gekennzeichnet. Diese Fehlsichtigkeit ist darauf zurückzuführen, dass der Brennpunkt parallel einfallender Lichtstrahlen hinter der Netzhaut des Auges liegt. Doch nur dann, wenn sich die Strahlen genau auf der Netzhaut vereinigen, ergeben sie ein scharfes Bild.
Je nachdem, wodurch dieser Brechkraftfehler entsteht – ob das weitsichtige Auge von der Hornhaut bis zur Netzhaut im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz oder ob die Brechkraft zu gering ist – unterscheidet man zwei Formen von Weitsichtigkeit:
Um den für die Weitsichtigkeit verantwortlichen Brechkraftfehler auszugleichen, passt ein nicht korrigiertes weitsichtiges Auge ständig seine Brechkraft an (d.h. es akkommodiert). Diese Akkommodation geschieht nicht nur, um Gegenstände in der Nähe scharf auf der Netzhaut abzubilden, sondern auch beim Betrachten von Gegenständen in der Ferne. Die Fähigkeit der Linse zur Akkommodation lässt allerdings mit dem Alter (im Rahmen der sog. Alterssichtigkeit) nach. Daher kann eine Hypermetropie zunächst während der Jugend noch unbemerkt bleiben (sog. versteckte Weitsichtigkeit oder latente Hyperopie), sich aber mit zunehmendem Alter zeigen.
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