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Schielen (Strabismus)

Stand: 25. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Schielen (Strabismus) befinden sich die Augen in einer Fehlstellung. Dies führt zu Doppelbildern oder zu Schwachsichtigkeit.

Schielen

Es gibt unterschiedliche Formen des Schielens: das häufige latente Schielen, das sich nur bei Belastung (Müdigkeit, Alkoholeinfluss) bemerkbar macht, das Begleitschielen, das meist in den ersten drei Lebensjahren auftritt, und das Lähmungsschielen durch gelähmte Augenmuskeln (infolge von Entzündungen oder Verletzungen).

Insgesamt sind in Deutschland sieben Prozent der Bevölkerung vom Begleitschielen betroffen. In vier von fünf Fällen zeigt es sich schon vor Ende des zweiten Lebensjahrs. Meistens entstand das Schielen durch Vererbung. Um Folgeschäden wie eine bleibende Schwachsichtigkeit zu verhindern, ist die frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend.

Gegen das Schielen bei Kindern erfolgt über mehrere Jahre eine konservative Behandlung (d.h. ohne Operation). Aus kosmetischen Gründen kann es ratsam sein, die Fehlstellung der Augen operativ zu korrigieren, sodass die Augen wieder parallel zueinander stehen. Bei den anderen Formen von Schielen richtet sich die Therapie nach der zugrunde liegenden Ursache. Bleibt das Schielen dennoch bestehen, helfen Prismengläser gegen Doppelbilder.

Weiterlesen: Schielen: Definition

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