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Stand: 14. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Gerade beim Schielen (Strabismus) bei Kleinkindern ist für den weiteren Verlauf eine rechtzeitige Therapie wichtig: Ein kindliches Begleitschielen (Strabismus concomitans) kann ohne Gegenmaßnahmen zu einer dauerhaften Schwachsichtigkeit führen, die unbehandelt bereits im Schulalter meist nicht mehr rückgängig zu machen ist. Daher ist es wichtig, das Schielen schon im Vorschulalter zu erkennen: Die Prognose für gutes Stereosehen (d.h. für räumliches Sehen durch die zu einem Bild zusammengefügten Seheindrücke beider Augen) und für eine gute Sehschärfe ist umso besser, je früher die Strabismus-Behandlung beginnt. Ideal ist es, schon ein Schielen beim Baby im sechsten Lebensmonat zu behandeln. Der Verlauf der Behandlung einer schielbedingten Sehschwäche erstreckt sich bei Kindern bis etwa zum zwölften Lebensjahr.
Wenn es gelingt, ein Schielen durch eine Operation zu beheben, kann sich danach die Augenstellung erneut ändern. Demnach ist es beim Strabismus gelegentlich erforderlich, die Augenmuskeln im weiteren Verlauf mehrfach zu operieren.
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