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Schielen (Strabismus)

Schielen: Definition

Stand: 14. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Begriff Schielen oder Strabismus bezeichnet eine Fehlstellung der Augen: Eine der beiden Augenachsen weicht von der Parallelstellung ab, sodass die beiden Augen in unterschiedliche Richtungen blicken. Die Abweichung ist grundsätzlich in alle Richtungen möglich. Am häufigsten sind jedoch Abweichungen in der horizontalen Achse: Dies führt zum Einwärtsschielen (Strabismus convergens) oder Auswärtsschielen (Strabismus divergens).

In Deutschland schielen etwa fünf Prozent der Menschen so, dass die Augenfehlstellung nicht nur ein äußerlicher Makel ist, sondern je nach Ausprägung auch eine starke Sehbehinderung bedeuten kann. Unbehandelt hat ein ausgeprägtes Schielen bei Kindern eine dauerhafte Sehschwäche (sog. Amblyopie) des eigentlich gesunden Auges zur Folge, weshalb es sehr wichtig ist, schielende Babys und Kleinkinder frühzeitig zu behandeln.

Per Definition unterscheidet man die folgenden Formen von Schielen:

  • latentes Schielen (Heterophorie)
  • Begleitschielen (Heterotropie, Strabismus concomitans)
  • Lähmungsschielen (Strabismus paralyticus)

Weiterlesen: Schielen: Definition – Latentes Schielen (Heterophorie)

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