Startseite > Krankheiten > Augenerkrankungen > Presbyopie (Alterssichtigkeit) > Definition
Stand: 25. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Presbyopie, auch Alterssichtigkeit oder Altersweitsichtigkeit genannt, gehört bei engerer Definition nicht zu den Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus (Stabsichtigkeit), denn: Die Presbyopie ist keine Folge einer krankhaften Veränderung, sondern entsteht durch den ganz normalen Alterungsvorgang, in dessen Verlauf die Elastizität der Augenlinse abnimmt. Jeder Mensch ist irgendwann mehr oder weniger alterssichtig.
Bei der Presbyopie (Alterssichtigkeit, Altersweitsichtigkeit) ist die Fähigkeit zur Akkommodation (Anpassung) eingeschränkt: Das Auge normalsichtiger Menschen ist in Ruhe auf die Ferne eingestellt. Um nahe Gegenstände scharf zu erkennen, muss sich das Auge entsprechend anpassen (akkommodieren), wobei sich die Form der Augenlinse verändert. Dabei ist der Fernpunkt (Punctum remotum) der Punkt, den das völlig entspannte Auge scharf sieht. Der Nahpunkt (Punctum proximum) ist der am nächsten vor dem Auge liegende Punkt, an dem ein Gegenstand noch scharf erkennbar ist. Bei der Presbyopie rückt der Fernpunkt immer weiter vom Auge weg – wer altersweitsichtig ist, kann irgendwann ohne Korrekturmaßnahmen nicht mehr lesen.
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